Jetzt haben wir den alten VfL zurück. Oberflächlich ein
Gefühl, wie mit der Zeitmaschine gespielt. Tatsächlich aber die Erkenntnis, dass
der VfL die in seinem Leitbild verankerten Werte und Ideale nun wirklich
glaubwürdig lebt. Allen Widrigkeiten zum Trotz: Wir stehen in guten und in
schlechten Phasen zueinander und treiben uns gegenseitig mit Herzblut immer
aufs Neue an. Miteinander kämpfen wir immer mit vollem Einsatz, treten als verschworene
Einheit auf und sind stets füreinander da.
Freitag, 10. Mai 2013
Nach vorne! Zu guten alten Zeiten!
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Montag, 22. April 2013
Wir sind wieder hier, in unsrem Revier...
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| Der Aufsichtsratvorsitzende hörte sich geduldig fachmännische Kommentare an... |
Es ist schon
alles gesagt. Berichte und Kommentare überschlagen sich. Letztendlich ist die
Botschaft so einheitlich wie eindeutig. Mit Peter Neururer ist alles
zurückgekommen, was man beim VfL zum Teil lange vermisst hat: Erfolg in Form
von 6 Punkten aus zwei Spielen, Euphorie in Form von 26.000 Zuschauern statt
knapp 10.000, Leidenschaft die zwischen Tribünen und Spielfeld hin und her
schwappt. Bochum genießt den Augenblick. Die Zukunft kommt schon noch früh
genug.
Ich konnte
sowohl gegen Aue als auch gegen Pauli die Stimmung in der revirpower-Lounge
miterleben. Es herrschte ein Unterschied wie Tag und Nacht. Mag man zu den VIPs
stehen wie man will, am Freitag war auch dort eine Stimmung zu fühlen, die
einerseits begesitert und andererseits entspannt anmutete. Im Rausch (doppeldeutig)
konnte ich nach dem Spiel u.a. mit Frank Goosen und Hans-Peter Villis
sprechen. Auch diesen beiden VfL-Fans war ein mächtiger Stein vom Herzen
gefallen. Die absolute Verzweiflung war einer neuen Hoffnung gewichen. Ein
solches Spiel dürfte auch allen anwesenden zweifelnden Geldgebern des Vereines
Nahe gegangen sein und könnte, wenn die Saison oberhalb der Linie abgeschlossen
wird, Futter für die Goldesel gewesen sein. Da war selbst dort oben VfL-Feeling
pur zu spüren. Und auch von vielen bekennenden Nicht-Fußball-Interessierten erhielt
ich heute ungewohnten Zuspruch. Der VfL scheint doch bei vielen im Herzen zu
schlummern.
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Saison
Freitag, 19. April 2013
Die Geister die ich rief...
Unvorstellbar, was sich in Bochum die letzten Tage getan
hat. Ein Schnäuzer küsst eine ganze Stadt wach, die seit vielen Monaten in
fußballerischer Lethargie dem Untergang entgegenschlich. Der obligatorischen
Anfangseuphorie nach dem 2:1 am ersten Spieltag vor 16.000 Zuschauern gegen
Dresden folgte wenig erbauliches. Ein
Zwischenhoch zum Jahresende mit einem 3:0 vor 20.000 Zuschauern im
Pokalachtelfinale gegen 1860 wirkte nur bis zum ersten Spiel des neuen Jahres.
Zuletzt verloren sich keine 10.000 regulären Zuschauer im Schmuckkästchen. Wenn
Opel dicht macht, können wir den VfL in Bochum gleich mit beerdigen. Ergänzend
dazu die sich häufenden Meldungen über wirtschaftliche Schwierigkeiten an der
Castroper. Sponsoren springen ab oder kürzen ihr Engagement. Neue Partner
standen nicht gerade Schlange.Samstag, 6. April 2013
Sprachlos in den Untergang
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| Der A-Block versuchte es mit Galgenhumor |
Da platze mir leider der Kragen. Als im VIP-Raum nach dem Spiel die Übertragung der Presskonferenz lief und der Pressesprecher des VfL erklärte, dass die Spieler keine Statements mehr abgeben werden, musste es raus. Noch nicht mal mehr den Arsch in der Hose um sich der Situation zu stellen. Meine emotionale Offenbarung war so laut und vehement, dass ich (nachdem ich mich wenige Minuten im leeren Stadion abgekühlt hatte) von einigen VIP-Gästen deutlichen Zuspruch erhielt.
Selbst Aufsichtsratschef Hans-Peter Villis kam an meinen Tisch um mit mir ein paar Worte zu wechseln. Er versuchte erst gar nicht irgendwas zu beschönigen. Das Gespräch hinterließ bei mir allerdings das Gefühl, dass beim VfL nicht nur sportlich ungebremst hinunter geht sondern uns auch noch Sorgen und Probleme ganz anderer Art ins Haus stehen. Villis, der im Leben schon in ganz anderen Ligen gespielt hat, stand die Hilflosigkeit ins Gesicht geschrieben. Zumindest glaube ich, diese gelesen zu haben.
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Donnerstag, 4. April 2013
Überlebenskampf
"Scheiß egal, wenn mal wieder ein Rückschlag kommt", der VfL ist auf einem guten Weg. Sagte Trainer Neitzel nach dem Sieg bei 1860 München. Zukünftige Kritik könne man "ganz cool abtropfen lassen", die "tolle Truppe" sei "charakterstark, überragend".
Vielleicht hat man beim VfL die Meinung mittlerweile etwas korrigiert, vielleicht hat zuletzt Peter Neururer den Finger in die Wunde gelegt: "In der Öffentlichkeit versuchen die Verantwortlichen die Lage schön zu reden und behaupten immer noch, dass die sportliche Entwicklung in Ordnung ist. Das ist meiner Meinung nach der ganz falsche Ansatz, denn so schlimm stand es um den VfL noch nie", so der ehemalige Trainer in der WAZ.
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Dienstag, 19. März 2013
Angst essen Seele auf
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| Selbst mein Sohn als Einlaufkind brachte kein Glück... Was soll jetzt noch helfen ??? |
Die
111. Westline-Kolumne, Die Woche eines neuen Papstes und der holprige Wechsel
von Winter auf Frühling. Alles Steilvorlagen für einen kreativen Beitrag, aber
mir geht es nicht anders als unserer Offensive. Ich kann die Vorlagen nicht
verwerten und das Ding reinmachen…
Im
Gegensatz zu den vorherigen Spielen kann ich diesmal die Einschätzungen teilen,
dass wir eine gute Leistung gezeigt, das Spiel dominiert und genügen Chancen
herausgespielt haben. Leider war es wieder so, dass unsere Stürmer nicht gut
genug und die Mittelfeldspieler nicht glücklich genug waren. Rzatkowski,
Goretzka und Tasaka fehlte einfach das Quäntchen. Und hinten war es dann mal
wieder der individuelle Fehler, der uns letztendlich das Genick brach.
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