Sonntag, 17. Januar 2010

Von Handschrift, Serien und der Fremde


Seit 15 Spielen gegen einen Gengner nicht zu verlieren, ist zumindest für den VfL Bochum eine unheimliche Sache. Normalerweise kennt man soche Serien nur von der anderen Seite. Zum Beispiel die traditionellen Niederlagen bei Werder Bremen und dem 1.FC Köln. Als positive Serie galt schon, wenn man in zwei von drei Spielen beim 1. FC Nürnberg in der ersten Halbzeit zu Null spielte... - Mittlerweile hat der VfL aber auch ein paar Lieblingsgegner: Auch Auswärtsspiele in Hamburg waren in den letzten Jahren nicht immer schlecht, in Leverkusen wurden schon ein paar Siege errungen und vielleicht bewirbt sich ja in den nächsten Spielen auch noch ein anderes Team darum, ein Lieblingsgegner des VfL zu werden.

Eine Statistik, die alles sagt oder auch nicht: In den letzten vier Auswärtspielen holte der VfL Bochum 10 Punkte. - In den übrigen 14 Saisonpartien gerade mal 9, zu Hause gar nur 6. So weit, so gut. Heimkomplex ? Auswärtsstärke ? - Ich kann mich da noch nicht festlegen zumal die Auswärtspunkte in Hamburg und Stuttgart sehr glücklich waren und der VfL in Hannover zur Halbzeit (0:2) schon auf der Verliererstraße war. Die nächsten drei Heimspiele gegen Schalke, Leverkusen und 1899 werden dem VfL alles abverlangen. "Normal" wäre ein Punkt. Und "normal" wäre es, beim dazwischen liegenden Auswärtsspiel in Berlin einen Dreier einzufahren.

Ist es wirklich Heiko Herrlichs Handschrift, die den VfL punkten läßt ? Zumindest scheint er die Mannschaft zu erreichen. Das war nicht unbedingt zu erwarten. Als Neuling, Jungspund und mit seiner eigenen Art muss er sicherlich durch Fachkenntnis überzeugen und auch Zwischenmenschlich die richtigen Worte und Wege finden. Anscheinend scheut er es auch nicht, sich mich verdienten, wichtigen und "älteren" Spieler anzulegen. Das ist gut, aber auch risikoreich.

Es wäre großartig, wenn sich seine Art in der Mannschaft durchsetzt. Dann würde wieder etwas mehr VfL-Gefühl rund um die Castroper Straße einziehen.

Der Sieg in Gladbach ging aufgrund des disziplinierten und engagierten Auftretens in Ordnung. Wenig zugelassen und gut gekontert. Die Stürmer treffen wieder. Auch Dabrowski scheint, nach Freier, wieder in Form zu kommen. Aza auf der Bank gelassen war anscheinend ein guter Zug. Mit Prokoph und Mavraj auf die Jugend zu setzen hat nicht geschadet. Also, es war schon etwas Herrlichs Handschrift dabei. Gut gemacht Trainer.

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