Mittwoch, 17. Februar 2010

Mainz hat ausgelacht!

Zweifellos spielt der FSV Mainz 05 eine erfolgreiche Saison und am oberen Limit seiner Möglichkeiten. Zu Hause sind die Mainzer eine Macht. Sieben Siegen (u.a. gegen die Bayern) stehen nur drei Remis gegenüber. Der aktuelle Tabellenstand nährt sogar Hoffnungen auf die Europa-League. Aber ein genauerer Blick, vor allem auf die letzten Spiele, lässt erkennen, dass die Luftschlangenparty am Bruchweg dem Ende entgegensteuert. In den letzten 10 Bundesligaspielen gab es nur zwei mühsame 1:0 Siege gegen Gladbach und Hannover. Bei den Bayern und in Leverkusen lautete das Chancenverhältnis 1:16 bzw. 4:12. Zuletzt reichte es bei der Berliner Hertha nur zu einem 1:1 (bei einem Chancenverhältnis von 1:4). Abwehrspieler Tim Hoogland (6 Tore), Mittelfeldspieler Andreas Ivanschitz (6 Tore) und Stürmer Aristide Bance (5 Tore) sind die Erfolgsachse des Aufsteigers, wobei die beiden erstgenannten Spieler zuletzt ausfielen. Seit der Winterpause ist der ungarische Stürmer Adam Szalai dabei, der von Real Madrid ausgeliehen wurde und in der letzten Woche mit seinen ersten Assist die 1.153-Minuten-Torflaute von Bance beendete.

Für den VfL bietet sich die große Chance, die eigenen Serien fortzusetzen. Zuletzt sowohl in sechs Spielen (12 Punkte) als auch in fünf Auswärtsspielen (11 Punkte) unbesiegt, hat der VfL zu Recht eine breite Brust und profitiert zunehmend von den letzten Spielertransfers Maric, Holtby und Dedic. Zudem hat Trainer Herrlich die Möglichkeit mit Auswechslungen dem Spiel neue Impulse zu geben. Prokoph bzw. Freier, Dedic und Hashemian haben es gezeigt. Aber auch Azaouagh, Klimowicz und bald wieder Bönig könnten was bewirken.

So ist es folgerichtig, dass der VfL mit einer konzentrierten Leistung, vor allem in der Defensive, die Rheinpfälzer vor Probleme stellt, um dann selber mit Kontern für Gefahr zu sorgen. Holtby hat bereits bewiesen, dass er kluge Zuspiele machen kann. Das Umstellen von Abwehr auf Angriff funktioniert (Maric) und die Stürmer (mit Ausnahme von Epalle) strahlen Gefahr aus.

Völlig ausgeblendet werden sollte, dass die Mainzer alle fünf bisherigen Bundesligapartien gegen den VfL gewonnen haben. Nur ein einziges Male gewann der VfL in Mainz (5.12.1999 mit 1:0). Eben genannten Azaouagh und Klimowicz sorgten im Hinspiel für eine 2:1 Pausenführung, die Schürrle dann aber noch in ein 2:3 drehte und dem FSV den bisher einzigen Auswärtssieg bescherte.

Am Samstag wird auch den letzten Narren in Mainz klar werden, dass nach Aschermittwoch zwar nicht alles, aber zumindest einiges vorbei ist.

Mein Tipp: FSV Mainz 05 – VfL Bochum 1:3

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen