Mittwoch, 14. April 2010

Eff-Zäh: Da krisch Plack!

Was für eine Bilanz: Von 32 Spielen in Müngersdorf gewann der VfL genau eins. Nämlich am 18. April 2004 mit 2:1. Danach gab es nochmal ein 1:1 am letzten Spieltag der Saison 2008/2009. - Nun, sehen wir das mal positiv: Der VfL hat seit fast 10 Jahren nicht mehr in Köln verloren...

Am 6. Mai 1977 habe ich mein erstes Spiel des VfL live gesehen. Im zarten Alter von sieben Jahren musste ich miterleben, wie der VfL an einem Freitagabend (da sollte man in dem Alter lieber im Bett sein) eine 6:1-Klatsche bekam. Vier Tore von Dieter Müller und es stand zur Halbzeit bereits 5:0. Ich erinnere mich noch daran, dass der damalige Trainer Heinz Höher an diesem Tag krankheitsbedingt nicht bei der Mannschaft war. Und ich erinnere mich daran, dass wir ein paar Minuten vor Schluß das Stadion verlassen haben, um "gut mit dem Auto weg zu kommen", wie mein Papa meinte. Außerhalb der ollen Schüssel Müngersdorf hörte ich dann mein erstes VfL-Tor live. Jupp Kaczor in der 85. zum 1:6 Endstand. In den Folgejahren holte ich mir regelmäßig linksrheinig die Klatschen ab. Straßenbahnlinie 1. Stadion. Klatsche. Heimfahrt. Toni Woodcock verhinderte 1988 in der 82. Minute einen Auswärtssieg, Klaus Allofs im gleichen Jahr in der 89. Minute zumindest ein Punkt. Gegen den VfL trafen alle: Klaus Fischer (1983), Pierre Libarski (1986), Sunday Oliseh (1996), Toni Doppelpack Polster (1998), Georgi Donkov (2000) und viele Nieten der Kölner Vereinsgeschichte wie Geils, Greiner, Timm, Springer, Kurth, Vladoiu und Podolski (2004).

Letztgenannter Nationalspieler spielt auch eine entscheidende Rolle in den beiden Szenarien, die in meinem Kopf rumspuken:
Szenarium 1: Poldi hat am Freitag einen seiner seltenen Glanzauftritte: Er macht einen Doppelpack zum späten 2:1 Sieg der Kölner.
Szenarium 2: Dedic wuselt wie ein Irrer und wird im Strafraum gelegt. Der VfL bekommt auswärts den zweiten Bundesliga-Foulelfmeter seit 11 Jahren (1.9.2007 verwandelte Maltritz zum zwischenzeitlichen 2:2 in Hannover (Endstand 3:2 für 96); 4.4.1999 verballerte Thomas Reis beim Stand von 0:0 in Frankfurt, der VfL verliert in der 86. Minute 0:1) - Also: Elfmeter Bochum - Der Grundstein zum 2:0 Sieg.

Bei Köln werden zwei Spieler mit großen Namen fehlen: Maniche (war mal Polizeipräsident in Passau) wegen der 5. Gelben, Mohamad (der mit den Karikaturen) wegen Rot-Sperre. Dafür traf Adam Matuschyk (ehemalige Torwart von Bayer Leverkusen und Fortuna Köln) in seinem fünften Bundesligaspiel gleich zwei Mal.

Der VfL sollte möglichst bei seiner Aufstellung aus dem Hamburg-Spiel bleiben. Es hat im Vergleich zu den vorhergehenden Spielen weitestgehend gepasst. Ob Pfertzel oder Concha die bessere Wahl ist, darüber kann man trefflich streiten, am Besten nach dem Spiel. Maltritz und Yahia ist in Ordnung, die Erfahrung spricht für sie und gegen Mavraj. Bönig und Fuchs auf links sehen ganz gut aus, mit Potential nach vorne. Holtby, Epalle und Dedic versuchen nach vorne einiges. Davon klappt zwar nicht ganz so viel, aber sie strahlen Gefahr aus. Zudem steht Freier hier als Ersatz bereit. Alleine Sestak macht derzeit große Sorgen und scheint trotzdem alternativlos. Vielleicht braucht er mal wieder ein Erfolgserlebnis, aber wer braucht das nicht in Bochum... Schlimm wiegt der Ausfall von Dabro bis Saisonende wegen einer Verletzung. Dabro und Maric ergänzten sich beim HSV-Spiel in der Mitte recht gut. Johansson kann die Rolle nicht ausfüllen. Vielleicht fällt Herrlich hier aber auch eine andere Lösung mit Azaouagh, Pfertzel oder Mavraj ein.

Mein Tipp: 1.Fc Köln - VfL Bochum 0:2 (gibt eine Quote von 220 für 10)

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