Samstag, 3. April 2010

Essen (ETB Schwarz-Weiß)

1959 gab es für den ETB Schwarz-Weiß tatsächlich einen 3. Weihnachtstag. Die Mannschaft aus dem Stadwald wurde am 27. Dezember in Kassel durch einen 5:2 Sieg über Borussia Neunkirchen DFB-Pokal-Sieger. Zuvor hatte man immerhin den Hamburger SV und Hertha BSC Berlin ausgeschaltet. Acht Jahre später nahm Neunkirchen Revanche, lies den ETB in der Aufstiegsrunde zur Fußball-Bundesliga um einen Punkt hinter sich und durfte im Folgejahr in Deutschlands Eliteliga kicken.

Das 1922 errichtete Stadion Am Uhlenkrug beherbergte in Spitzenzeiten bis zu 45.000 Zuschauer. Heute sollen es noch 20.000 bis 25.000 sein, die auf den 2.400 Tribünen-Sitzplätzen und den Stehrängen Platz finden. Nach meinem Eindruck passen dort jedoch nach einem Rückbau nur noch 7.000 Leite rein.

Heute spielt der ehemalige Club von Jens Lehmann, Uwe Reinders, Oliver Bierhof, Thomas Hörster und den späteren VfL-Spielern Holger Trimhold und Hans Walitza in der NRW-Liga eine ordentliche Rolle. Trotzdem finden nur wenige Zuschauer den Weg zum Essener Turner-Bund. Beim Spiel gegen die Hammer SpVgg am Gründonnerstag 2010 waren es rund 300, davon handgezaählte 50 im Stehlatzbereich. Wie damit die Basis für ein möglichen Aufstieg in die Regionalliga gelegt werden soll ist fraglich.

Ich habe bei meinem Besuch etwas gebraucht um herauszufinden, was am bzw. im Stadion so anders ist: Das Stadion am Uhlenkrug ist sauber und gepflegt. Und das spiegelt sich in allen Bereichen wider. Sitzplätze, Stehplätze, Würstchenbude, Banden, Platz, Kaffeebude und Kaffeebudenbetreiberin. Ungewöhnlich, aber irgendwie gemütlich. Wenn nur nicht der Schnee-Regen-Einbruch zur Halbzeit gewesen wäre.

Verein: ETB Schwarz-Weiß Essen

1. April 2010:
ETB Schwarz-Weiß Essen - Hammer SpVgg 2:0 (1:0) 320 Zuschauer

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