Sonntag, 15. August 2010

Bieberer-Berg-Talfahrt

Herzlich Willkommen in der neuen Saison! Es hat sich so gut wie nichts geändert. Auf Wiedersehen DFB-Pokal.

Das sind die drei Schlagzeilen des heutigen Auftritts des VfL. Pflichtspiel Nummer 1 nach einer grauenvollen Bundesligasaison. Pflichtspiel Nummer 1 bei der Mission Wiedergutmachung. - Was der VfL heute gezeigt hat war demjenigen sehr ähnlich, was in der letzten Saison die Fans vergrault und den Abstieg besiegelt hat. Fünfter Trainer nach dem mühevollen Erstrundenpokalsieg in Lotte nun das desaströse Pokalaus in Offenbach.

Nun ist es richtig, dass der VfL noch kein Spiel unter Wettkampfbedingungen hatte und der OFC bereits vier erfolgreiche Pflichtspiele absolviert hat. Auch haben sich andere Zweitligisten in Pokalrunde eins gegen unterklassige Teams schwer getan und sind auch gescheitert. Aber trotzdem ist einfach mehr zu erwarten, vor allem nach den Schwüren der Vorjahresversager.

Einzig Dennis Grote und Philip Bönig setzten gute Akzente, Paul Freier vielleicht noch punktuell. Aber von Philip Heerwagen angefangen bis zur Spitze Tese war es sonst sehr sehr mau. Federico kaum zu sehen, Dabrowski interpretierte sein Kapitänsamt als Dauernörgler beim Schiri und Milos Maric war so was von daneben heute, dass man seine Rolle in Frage stellen muss. Bereits zum Ende der letzten Saison und auch in der Vorbereitung zeigte er enorm viele Ballverluste, sowohl bei der Annahme als auch beim Abspiel. Heute führte ein solcher Fehler zum 2:0 für den OFC und auch beim 1:0 (und noch mal in der zweiten Halbzeit) vermied er es den angreifenden Spieler zu stören und lies ihn unbedrängt zum Fernschuss kommen.

Es war ein Trauerspiel und eine komplette Ernüchterung. Schade nicht nur um den Pokal-Traum, vielleicht noch zwei oder drei Runden dabei zu sein und noch ein geiles Heimspiel zu haben. Schade auch um die zerstörte Illusion, es hätte sich was geändert. Mir graut schon vor dem Spiel gegen 1860 München.

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