Montag, 23. August 2010

Geliebter Führer Chong Tese!

Dem VfL Bochum ist Dank Stürmer Chong Tese der Start in die Zweitligasaison geglückt. 1860 München wurde zu Hause mit 3:2 bezwungen. Das war ein ordentlichr Anfang eines schweren Weges.

Nur 12.100 Zuschauer kamen zum Auftakt ins Stadion und blickten auf die leere Ostkurve. Stimmung gab's auf der anderen Seite, wo sich Bochumer und rund 1.000 Löwen-Anhänger nur wenige Meter und wenige Ordner voneinander getrennt waren. Zum Glück blieb es bis auf Beschimpfungen und eines Pyro-Einsatzes bei den 60ern ruhig.

Der VfL zeigte von Beginn an, dass er in der Liga angekommen sein wollte. Viel Einsatz und viel Härte. Spielerische Einlagen gab es auch, meistens waren Federico und Tese daran beteiligt. Bochum markierte die frühe Führung (15. Minute, Federico), 1860 glich in der 22. Minute aus. Tese markierte in der 38. und unmittelbar nach Wiederanpfiff die 3:1 Führung. Die Gäste kamen nur noch zum Anschlusstreffer in der 59. Minute.

Die Einzelkritik: In der Abwehr machten Grote und Kopplin auf ungewohnter Position eine ordentliche Leistung, auch wenn ihnen im Offensivdrang einige Fehler unterliefen. Grote sah beim zweiten Gästetreffer nicht gut aus. Die Innenverteidigung wurde besonders kritisch beäugt und gab wieder Kostproben ihrer Unzulänglichkeiten ab. Kopfbälle werden nicht mehr zu Maltritz Primärstärken werden, Mavraj lies große Lücken zu und Yahia wird wohl bald ins Team rücken. Heerwagen machte dahinter eine ordentliche Partie.

Im Mittelfeld war Maric optisch sehr präsent, machte aber wieder sehr viele Fehler, besonders beim Abspiel. Dabrowski zeigte eine sehr solide Leistung. Federico setzte gute Akzente nach vorne, Toski mit etwas mehr Licht als Schatten.

Im Sturm glänzte Tese nicht nur wegen seiner Treffer sondern durch seine technischen Feinheiten, seine klugen Laufwege und seine Dynamik. Ein großartiger Spieler, der hoffentlich noch viel Freude macht und der Sestak schon vergessen gemacht hat. Saglik hingegen wirkte wie eine Mischung aus Gekas und Ailton. Allerdings nicht in deren besten Zeiten. Ein Schatten im Gegensatz zu seinem Sturmpartner, eine schwache Körpersprache und ohne richtige Bindung.

Pfertzel machte nach seiner Einwechslung eine gute Partie mit Drang nach vorne. Freier und Dedic hatten zu wenig Zeit, sich nachhaltig in Szene zu setzen, zumal der VfL auf Ergebnissicherung bedacht war.

Fazit: Trotz vieler Baustellen war dies ein guter Einstieg in die Saison. Der Einsatz stimmte und es gab einige Ansätze, die Hoffnung machen. Sollte der VfL auf dem Transfermarkt aber noch einmal aktiv werden, dann gibt es einige Positionen, die dies rechtfertigen.

1 Kommentar:

  1. Gute Offensivaktionen ja, aber irgendwie hat BO es immer wieder geschafft, ein Spiel spannend zu halten, was sie längst entschieden haben sollten. Tese ganz nett anzusehen, aber mit Übermut auch ein Chancenvernichter. Richtig gut gefallen hat mir Federico.
    Fazit: Ganz ordentlich phasenweise, aber in der IV und in der gesamten Rückwärtsbewegung sehr nachlässig und anfällig.

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