Donnerstag, 23. September 2010

Befreierung

Meist hagelte es Kritik an ihm. Schwache Spiele, schwacher Abschluß, Ersatzbank. Slavo Freier ist, egal unter welchem Trainer, immer wieder zurück gekommen. Seine Einsatzbereitschaft, nicht nur bei den Spielen sondern auch im Training, seine Bescheidenheit und Selbstkritik machen ihn zu einem Sonderling im Geschäft. Wo andere hergehen und den Trainer, die Mannschaftskollegen, die Zuschauer als Grund heranziehen oder einfach lustlos über den Platz schleichen und nach einem neuen Verein ausschau halten (lassen), da arbeitet Slavo Freier an sich. Ob mit Turban oder Pferdekuss, Freier versteckt sich nicht bei schwierigen Situationen sondern bleibt bis zum Ende an Bord. In den letzten Spielen wurde er als Vorbild in einer schwachen Mannschaft herausgestellt.- Beim gestrigen Spiel gegen Bielefeld signailisierte er quasi noch beim Aufwärmen, was die Parole des Tages ist: Kämpfen! Gelbe Karte in der 4. Minute. In der 19. Minute markierte er mit einer schönen Aktion die 1:0 Führung, in der 40. Minute servierte er zum 2:1. - Keinem gönne ich den Erfolg mehr als Slavo Freier. Für mich eine der wenigen Identifikationsfiguren beim VfL Bochum 2009/2010 bzw. 2010/2011. Ich hoffe, ihm gelingt es, die Mannschaft mitzureißen und wieder auf Kurs zu bringen!


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