Mittwoch, 10. November 2010

Ernst-Otto soll es machen / 3. Fankonferenz steht bevor

Reviersport verkündet, dass ein Nachfolger für Werner Altegoer gefunden sei. Ernst-Otto Stüber (70) soll den Vorsitz des Aufsichtsrates übernehmen. Die Mitgliederversammlung mit der erforderlichen Nachwahl soll spätestens im Januar 2011 stattfinden. Die turnusmäßige Neuwahl des Aufsichtsrates ist für das Jahr 2012 vorgesehen. Ob Stüber eine Übergangslösung sein soll oder auch für die fünfjährige Wahlperiode zur Verfügung steht, ist offen. Der Wahlausschuss des VfL will am 18. November über die Kandidatenauswahl beraten. Die Einladungsfrist für eine außerordentliche Hauptversammlung beträgt drei Wochen.

Ernst-Otto Stüber war von 1985 bis 1994 Mitglied des Landtages Nordrhein-Westfalen. Dieses Mandat legte er nieder, als er am 4. November 1994 zum Oberbürgermeister von Bochum gewählt wurde. Am 26. September 1999 wurde er wiedergewählt. Zur Wahl im Jahre 2004 trat er aus Altersgründen nicht mehr an. Über die Grenzen der Stadt und Region hinaus war Ernst-Otto Stüber unter anderem im Präsidium des Deutschen Städtetages und als Vorsitzender des Städtetages NW tätig. Als Vorsitzender der Kommunalen Arbeitgeberverbände war er Verhandlungsführer in den Tarifgesprächen des Öffentlichen Dienstes.

Damit scheint Stüber ein geeigneter seriöser Kandidat, der den Verein wieder in ruhigeres Fahrwasser bringen und gemeinsam mit Bochums Stadtwerke-Chef Bernd Wilmert, EnBW-Chef Hans-Peter Villis und Kabarettist Frank Goosen auch weitere neue Aufsichtratsmitglieder gewinnen kann.

Offen bleibt auch weiterhin die Frage, wie die Aufsichtsratswahlen auf der nächsten Mitgliederversammlung von statten gehen sollen. So sieht die Satzung eine Blockwahl vor. Zudem ist mit Dr. Klaus-Peter Schütt noch eine Person aus der "alten Riege" vorhanden, der sich bisher nicht zu einem Rücktritt durchgerungen hat. Er ist für einen Großteil der Mitglieder allerdings unerwünscht. Durch die vollzogenen bzw. angekündigten Rücktritte sind drei Aufsichtsratsposten neu zu vergeben (Prof. Schütt und Frank Goose sind gewählte Mitglieder).

Sollte sich neben den erwähnten Stüber, Willmert, Villis und Goosen noch ein weiterer anerkannter Kandidat finden (vielleicht aus Reihen der Fans/Mitglieder) wäre aus meiner Sicht die Blockwahl dieser fünf Personen für 5 Jahre eine gute Lösung. Der Aufsichtsrat hat dann die Möglichkeit, weitere Mitglieder zu kooptieren, ohne dies von der Mitgliederversammlung bestätigen lassen zu müssen. Somit hätte der Aufsichtsrat eine gute Legitimation und zugleich ausreichend Handlungsmöglichkeiten.

Diese Diskussion dürfte sicherlich auch auf der nächsten Fankonferenz am 23. November geführt werden. Umso wichtiger, dass diese Konferenz wieder gut besucht wird.

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