Donnerstag, 2. Dezember 2010

Früh übt sich

Am gestrigen Fiege-Fan-Abend im 8zehn48 stand das Thema Nachwuchs im Mittelpunkt. Nachwuchskoordinator Frank Heinemann, der sportliche Leiter Jürgen Heipertz, Cheftrainer Alexander Richter und Sport-Vorstand Thomas Ernst standen über zwei Stunden Rede und Antwort. Leider nutzen nur rund 40 Gäste die Gelegenheit sich über das Nachwuchskonzept des VfL zu informieren. Das ist besonders vor dem Hintergrund schade, dass bei den Fans oftmals die Ergebnisse der Nachwuchsarbeit hart kritisiert werden und eine Verstärkung der Jugendarbeit gefordert wird.

Die Vorstellung des Konzeptes, welches seit einem Jahr umgesetzt wird, war dann recht intensiv. Sie zeigte aber auch, wie und wo sich der VfL besonders engagiert und sich von den Nachbarvereinen absetzt. Nach Aussagen der Verantwortlichen führt dies bereits spürbar dazu, dass sich wieder mehr Nachwuchstalente mehr für den VfL interessieren. Besonders hervorgehoben wurde, zu Recht, die Unterstützung der jungen Spieler im schulischen Bereich. So wird sehr viel Wert und Engagement darauf gelegt, dass die schulischen Leistungen bei der intensiven sportlichen Ausbildung nicht leiden. Nachhilfeangebote und die Absicherung von Unterrichtsstunden beim Ausfall von regulären Schulstunden gehören zur engen Zusammenarbeit mit Partnerschulen hinzu.

Im Scouting sind acht Personen fest für den VfL in der näheren und weiteren Umgebung unterwegs. Zudem gibt es noch auswärtige Honorarkräfte. Der Bereich wird vom Ex-VfL-Spieler Thomas Reis geleitet. Auch Ex-Torjäger Uwe Leifeld ist hier aktiv. Des Weiteren hat der VfL bisher drei Kooperationen mit Vereinen aus Weitmar, Sprockhövel und Essen. Diese Zusammenarbeit soll noch ergänzt werden. So gibt es interessierte Vereine aus Hordel, Hombruch und Xanten.

In das Nachwuchskonzept und die Umsetzung sind die Trainer der I. und II. Mannschaft intensiv eingebunden. In regelmäßigen Abständen bespricht man die Entwicklungen einzelner Spieler. Aktuelles Ergebnis ist die Einbindung von Matthias Ostrzolek ins Training bei Friedhelm Funkel.

Aufgeräumt werden konnte, zumindest bei den gestrigen Gästen, mit ein paar Legenden. So machten alle Nachwuchsverantwortlichen und Thomas Ernst klar, warum Gündogan trotz größter Bemühungen nicht zu halten war. Schlüsselperson dabei war Michael Oenning, der als A-Jugend-Trainer beim VfL noch Nürnberg wechselte und dem Gündogang und zwei weitere Spieler gefolgt sind.

Derzeit präsentieren sich bei den VfL-Profis zwölf Spieler, die zuvor in der VfL-Jugend gespielt haben. Die Nachwuchsteams spielen in den jeweils höchsten Ligen eine ordentliche Rolle. Und augenscheinlich geht momentan die Tendenz dahin, verstärkt auf Eigengewächse zu bauen. Das Nachwuchskonzept lässt vermuten, dass die Ausbildung beim VfL noch zielgerichteter dahin geht, noch mehr Eigengewächse an den Profibereich heranzuführen. Auch wenn Vogt, Rzatkowski, Ostrzolek und Jonas Ermes derzeit Momentaufnahmen sind, mag man daran glauben, dass diese Arbeit erfolgreich sein kann, wenn alle Beteiligten (incl. Profitrainer) dies auch wollen und entsprechend weiter arbeiten.

Bild: vfl-bochum.de

Bericht auf vfl-bochum.de

Kommentare:

  1. Daumen hoch! Möge es der Schlüssel für kommende Erfolge sein - ich würde mir nichts mehr wünschen. Pro Nachwuchs - gegen Legionäre!!!

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  2. @platzwart
    Für Vereine wie den VFL wird es mit Legionären auch nicht so einfach sein (dabei ist BO doch so nett). Da gehts wohl nur über Perlen aus den "eigenen" Reihen.

    Schönes Thema übrigens - dem ich mich in Kürze auch mal widmen werde.

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