Donnerstag, 9. Dezember 2010

Mit allen Mitteln: Die Zaubertasse des VfL Osnabrück

Die Schlagzeilen der letzten Tage rund um en VfL Bochum gehörten der schweren Verletzung von Matias Concha durch das überharte Einsteigen des Unioner Younga-Mouhani. Die Saison dürfte für den 30-jährigen damit gelaufen. Ob er es danach noch einmal in die Stammelf schafft ist fraglich. Bereits im letzten Sommer stand er vor seinem Abschied aus dem Ruhrgebiet. Viele Genesungswünsche erreichten Concha und auch der Übeltäter möchte sich noch einmal persönlich beim ihm entschuldigen und Gute Besserung wünschen.

Für die kommenden Spiele stellt sich somit die Frage nach einem Ersatz auf der Abwehrposition. Kurzfristig dürfte Marc Pfertzel in die Startformation rutschen. Der Franzose hat allerdings keinen Hehl daraus gemacht, den Verein im Winter verlassen zu wollen und der VfL scheint sich mit diesem Gedanken anfreunden zu können. Für die Rückrunde hofft man auf das Comeback von Philipp Bönig. Ersatzweise könnten auch Fabian oder Grote nachrücken, wobei auch Grote eine Abschiedskandidat ist.

Durch die Genesung von Slavo Freier hat Trainer Funkel im Mittelfeld nun die Qual der Wahl. Sowohl Rzatkowski als auch Vogt und Johansson haben ordentlich gespielt. Dabrowski ist gesetzt. Vermutlich wird Johansson zunächst einmal auf der Bank Platz nehmen müssen. Im Sturm brodelt es ein wenig. Tese wirkte zuletzt nicht nur unglücklich sondern sogar frustriert. Erste Reibereien mit Mitspielern wegen seiner Eigensinnigkeit wurden beobachtet. Da helfen nur Tore. Diese fehlen auch Saglik, so dass er sich mit Dedic am Sonntag wohl abwechseln wird, wobei Saglik in der Startelf stehen dürfte.
Update: Da Slayo Freier weiter kränkelt und ausfällt, dürften die gleichen Vier im Mittelfeld auflaufen wie in Berlin. Als mögliche Abwehralternative nennt Funkel auch Nachwuchsspieler Matthias Ostrzolek.

Osnabrück ist natürlich nicht zu unterschätzen und wird, ähnlich wie Paderborn und Berlin, versuchen, so lange wie möglich dagegen zu halten. Kämpfen bis zum Umfallen und auf die Verwertung einer Torchance hoffen. Das Bochum anfällig ist, haben sie oft genug unter Beweis gestellt. Dennoch ist der heimische VfL klarer Favorit in diesem Spiel. Bisher gelang den Niedersachsen nur ein Auswärtspunkt (2:2 in Augsburg) in sieben Spielen. Da dürfte am Sonntag auch die Zaubertasse nicht helfen...

Die beiden VfL trafen bisher nur in der Aufstiegsrunde zur Bundesliga 1970/71 aufeinander. Bochum gewann vor 28.000 Zuschauern mit 4:2 in Osnabrück und zu Hause vor 30.000 Zuschauern mit 3:1. Walitza (3), Hartl (2), Fern und Krämer waren die Torschützen. Bochum legte damit den Grundstein für den erstmaligen Bundesligaaufstieg.

Mein Tipp: VfL Bochum 1848 - VfL Osnabrück 2:0
(Bild: www.vfl.de)

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