Dienstag, 25. Januar 2011

Beobachtungen beim Aue-Spiel

Es gab gestern Abend im revirpower-Stadion eine Menge zu beobachten:

Zum Spiel:
Der VfL war über das gesamte Match sehr aktiv, lies den Ball gut laufen (fast 500 Pässe, zum Vergleich: Aue rund 300) und machte wenige Fehler. Diese Spielstruktur war auch in den letzten Partien in Duisburg und München zu erkennen. Aue hatte, bis auf eine kurze Phase in der 2. Halbzeit, keine Szenen vor dem Bochumer Tor.

Die Abwehr des VfL war wenig gefordert. Maltritz machte eine richtig gute Partie. Ostrzolek und Kopplin sorgten zudem über außen auch für offensive Akzente. Beide müssen noch lernen, aber sind auf einem guten Weg. Dabrowski und Azaouagh erneut stark. Vogt und Johansson solide, allerdings mit dem einen oder anderen Fehler. Saglik war für mich wieder ein Ausfall. Aydin machte ein gutes erstes Spiel von Beginn an, muss aber naturgemäß auch noch Erfahrung sammeln. Die Einwechslungen waren natürlich Glücksgriffe. Bis zu den Toren war aber vor allem Tese ein Totalausfall. Er kam überhaupt nicht ins Spiel. Dank seiner Klasse und seinem unbändigem Willen aber mit dem entscheidenden Tor. Federico habe ich leider wieder nicht viel gesehen.

Der VfL spielte über das ganze Match sehr engagiert. Trotz der wenigen herausgespielten Torchancen (waren zwar offiziell 13:4, aber gefühlt waren es wenige gute), wurde konsequent weitergespielt und auf die Brechstange verzichtet. Das wurde belohnt. Bochum hatte bis zuletzt die Tugenden ausgespielt, die Aue in einigen Heimspielen kurz vor Schluss zu Punktgewinnen führte.

Zum Umfeld:
Knapp 12.000 Zuschauer sind zu wenig. Die Ostkurve war sehr gut gefüllt und die Stimmung bestens. Fans und Mannschaft haben sich wieder gefunden. Weder Gustl noch sonstwer sollten raus. Das tut gut.

Besonders mies fielen die Bochumer Fans wieder einmal auf. Gut zwei Dutzend Feuerzeuge gingen im Auer Strafraum nieder. Auch als der Schiri die Wurfgeschosse einsammelte und eine Durchsage veranlasste (gleichbedeutend mit Vermerk im Spielbericht und erneute Geldstrafe) flogen weitere Feuerzeuge. Dass sich dann noch einige "Fans" provozierend auf dem Zaum versammelte war die Krönung. Wäre zu wünschen, dass die Ordner mal dafür sorgen, dass der Zaun das bleibt, was er ist. Die Trennung zwischen Spielfeld und Zuschauern.

Anektödchen:
In der Halbzeit werkelte ein Bochumer Greenkeeper-Assistent in aller Seelenruhe im Fünf-Meter-Raum rum, während die Auer sich mittels Torschüssen warm machten. Das war so provokant, dass es mich wunderte, dass der Workaholicer nicht einfach abgeschossen wurde. Vielleicht hat das jemand gefilmt und auf YouTube eingestellt...

Bei wurde mit Skerdilaid Curri ein Spieler eingewechselt, der mir beim warmmachen schon auffiel und wo ich nicht sicher war, ob er wirklich ein richtiger Spieler ist oder etwas ein Trainerassistent, Betreuer oder der Busfahrer. Curri wurde in der 2. Halbzeit eingewechselt und wirkte, besonders neben Dabrowski bzw. seinen Mitspielern Lachheb und Paulus, etwas unterlegen. Curri misst 1,66 cm und könnte glatt Nationalspieler von Auenland sein. Seine gute Technik und seine Schussstärke waren übrigens auch sehr auffallend.

Auf der Rückfahrt konnte ich im Autoradio noch die Bewertungen bei Radio Bochum und dem WDR hören. Vor allem letztere lies mich vermuten, dass irgendwo noch ein anderes Spiel gelaufen war (langweiliges Spiel, Zuschauer eingeschlafen, Sontagsschuss,...).

Fazit: Zum Glück war ich beim richtigen Spiel...

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