Mittwoch, 26. Januar 2011

Immer wieder montags...

Das leidige Thema der Anstoßzeiten ist für viele Anhänger von Clubs der 2. Liga. Die mittäglichen Terminierungen am Samstag (13:00 h) und Sonntag (13:30 h) dürften die eine oder andere familiäre Schlacht auslösen. Auswärtsfahren könnten diese Zeiten allerdings entgegenkommen. Freitag 18 h kann nur für diejenigen problemlos sein, für die Arbeitszeit und Anfahrzeit harmonieren (Auswärtsfahrt = Urlaubstag). Der Montag hingegen ist ein Phänomen an sich.

Rein rechnerisch müßte jeder Verein 3,33 mal an einem der 30 Montage ran.
Nach 26 vergebenen Spieltagen, sieht die Tabelle aber anders aus. Berücksichtig man, dass an den letzten Spieltagen noch
Bochum-Hertha, Augsburg-Fürth (29.)
Cottbus - Duisburg (30.)
Duisburg - Hertha, Aue - Cottbus (31.)
Cottbus - Augsburg (32.)
auf dem Programm stehen, dann dürfte klar sein, dass sich an der ungleichen Verteilung nicht viel ändern wird.

Warum für viele Fans Montagsspiele problematisch sind, braucht nicht erläutert zu werden, wobei der letzte Rest an Akzeptanz mit Sicherheit schwindet, wenn z.B. beide Auswärtsspiele in Berlin binnen weniger Wochen auf den Montag terminiert werden.

Für die Vereine stellen sich die Terminierungen aber als finanzielles Risiko dar, denn die Clubs erhalten ihre Frnsehgelder unabhängig von der tatsächlichen Anzahl von Montagsspielen. Bei jedem Aufgalopp am ersten Werktag der Woche hat das Heimteam mit der geringeren Bereitschaft der Zuschauer, ins Stadion zu gehen, zu kämpfen. Ohne auf belastbare Zahlen zurückgreifen zu können, dürften je nach Saisonverlauf, Gegner und Wetter 10 - 20% weniger Menschen die Kassenhäuschen passieren. Beim VfL also beispielsweise 2.000 bis 3.000 Zuschauer.

Zwar sind die Montagsspiele und die damit verbundene höhere Präsenz im TV werbewirksam in die Sponsoren-Verträge eingebaut, aber letztendlich eine Größe ohne großen Wert, denn die Sponsoren werden nicht bereit sein, für eine unbekannte Anzahl von Heimspielen im Montags-Free-TV einen nennenswerten Aufschlag zu zahlen.

So bleibt der VfL also bei seinen Mindereinnahmen von geschätzten 150.000 Euro hängen. Das ist nicht nur ärgerlich sondern sollte auch einer Überarbeitung des Finanzmodells Vorschub leisten. Ein Teil der TV-Einnahmen in der zweiten Liga sollte an die tatsächliche Montags-Präsenz gekoppelt sein. Das wäre ein bisschen mehr gerecht. Entschädigt die Fans letztendlich aber auch nicht, es sein denn, der Verein subventioniert mal eine Montags-Auswärtsfahrt...

Kommentare:

  1. Dein lieber Scholli26. Januar 2011 um 20:13

    "die Clubs erhalten ihre F(e)rnsehgelder unabhängig von der tatsächlichen Anzahl von Montagsspielen."

    Hast du dafür eine Quelle?

    "es sein denn, der Verein subventioniert mal eine Montags-Auswärtsfahrt... "

    Soll der VfL einen Urlaubstag bei deinem Arbeitgeber locker machen oder dir eine Fahrt finanzieren, die am Wochenende auch nicht billiger wäre?

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  2. Quelle: Finanzvorstand des VfL.
    Na ja, es wäre ja mal hübsch, wenn der VfL den Fans, die z.B. Montag einen Tag Urlaub nehmen, die Busfahrt und/oder Eintrittskarte für z.B. Augsburg oder Berlin-Köpenick bezuschussen.

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