Donnerstag, 31. März 2011

Schlimmer geht's nimmer: Montags am Bornheimer Hang

Nein, ich werde nicht das einzigartige Vereinslied des FSV Frankfurt als Aufhänger für diese Partie nehmen. Das kommende Wochenende wird, davon bin ich fest überzeugt, für viele Dinge das entscheidende sein. Nach zwei Wochen Pause ist es immer wie ein neuer Start für die Mannschaften. Da kann schon mal einer, der einen guten Lauf hat, überraschend ins Straucheln kommen und andere, die man auf dem absteigenden Ast wähnt, zur neuen Frühlingsblüte erwachen. Das kann natürlich auch auf das Duell des VfL in Frankfurt zutreffen. Nach den wenig souveränen aber erfolglosen Spielen zuletzt, könnte eine Niederlage in dieser Phase schon ein Niederschlag sein. Daher muss der VfL gegen diesen Gegner und in dieser Phase der Saison unbedingt (souverän) gewinnen.
Durch den Kreuzbandriss bei Patrick Fabian hat der VfL jetzt noch eine Sorge mehr. Zwar waren Maltritz und Yahia zuletzt sehr souverän, aber sollte sich einer verletzten oder vom Platz fliegen, dann wird es ungemütlich. Bisher haben die Haudegen mit drei bzw. zwei Gelben Karten merklich zurück gehalten. Yahia ist leicht angeschlagen von seinen Länderspielen zurückgekommen, soll am Samstag aber wieder voll ins Programm einsteigen. Hoffen wir, dass es so bleibt. Jonas Acquistapace (21) wird derweil von der II. in die I. Mannschaft beordert und kann somit erstmals Bundesligaluft schnuppern.

Bevor die Bochumer am Montag am Bornheimer Hang auflaufen dürfen, müssen erst einmal die Konkurrenten der Bochumer um Platz 3 und die beiden direkten Aufstiegsplätze ins Rennen. Und hier können sich ein paar Mannschaften möglicherweise quasi schon von den Aufstiegsträumen verabschieden. Aue spielt in Düsseldorf und Fürth gegen Duisburg. Ich prognostiziere einen Düsseldorfer Sieg und ein Remis im Trolli-Land. Dann könnte der Bochumer Vorsprung auf Platz vier am Montag auf 7 Punkte anwachsen. Und sieben Punkte Vorsprung sollte der VfL in den sechs verbleibenden Spielen nicht mehr abgeben. Augsburg (in Bielefeld) und Hertha (gegen Paderborn) stehen hingegen vor Pflichtsiegen.

Zurück zum FSV Frankfurt, der ein halbes Jahr später als die Eintracht im Jahre 1899 gegründet wurde. Die schwarz-blauen waren zweimal knapp dran am großen Erfolg: 1925 unterlag man im Waldstadion im Endspiel um die Deutsche Meisterschaft mit 0:1 n.V. gegen den 1.FC Nürnberg, 1938 unterlag man in Berlin das Deutsche Pokalfinale gegen Rapid Wien mit 1:3. Immerhin steht der Süddeutsche Meistertitel von 1933 und die Deutsche Amateurmeisterschaft von 1972 auf den Briefbögen.

50.000 Zuschauer kamen in dieser Saison in die Volksbank-Arena. Insgesamt wohlgemerkt. Im Schnitt der 13 Spiele keine 4.000. 2.749 waren es gegen Aachen, 7.467 gegen Hertha, womit das Stadion zumindets zu 3/4 gefüllt war. Beim Montagsheimdebüt der Hessen dürften es durch Gästehilfe rund 4.000 werden. Hexenkessel sehen anders aus. Aber vielleicht genau richtig, damit Friedhelm Funkel das bekannte geduldige Spiel aufziehen lässt. Mirkan Aydin sollte in die Startelf zurückkehren, im Mittelfeld herrscht wie immer die Qual der Wahl, zumal auch Slavo Freier wieder mit dabei ist. Wie dem auch sei, der VfL muss endlich mal dazu kommen, ein Spiel überlegen zu spielen und zu gestalten. Am Montag wäre der richtige Zeitpunkt, um damit zu beginnen.

Mein Tipp: FSV Frankfurt 1899 - VfL Bochum 1848 0:4

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