Dienstag, 26. April 2011

Es fehlen einem die Worte. Bis auf zwei: wenn und dann

 
Jubeln für Concha angesagt.
(Bild: vfl-bochum.de)
Da schafft der VfL es nicht, in Paderborn gegen einen absolut schwachen Gegner ein Tor zu schießen, die Mini-Krise zu beenden und einen Dreier einzufahren. Seit 342 Minuten ohne eigenen Treffer rückt die 1. Bundesliga in weite Ferne, Donnerstagabend war alles aus und wir waren mal so richtig die Dummen, und plötzlich sieht wieder alles anders aus. Auch die SpVgg Greuther Fürth (0:3 bei 1860 München, für die es um nichts mehr geht), Erzgebirge Aue (0:2 gegen Cottbus, für die es um nichts mehr geht) und sogar er FC Augsburg (1:2 gegen Aachen, für die es um nichts mehr geht) haben Federn gelassen, sogar ein paar mehr als Funkels Hühnerhaufen. Und so liegt der VfL weiter auf Platz 3 und darf von zwei Relegationsspielen gegen Wolfsburg alpträumen.
Wenn man in Paderborn einen der üblichen gewürgten Siege erzielt hätte, dann wäre Platz 3 bereits jetzt recht sicher und Augsburg wäre in seinen restlichen Spielen (u.a. in Cottbus und Berlin) gehörig unter Druck. Wenn man nicht so überflüssig die Punkte hergegeben hätte, wie in Bielefeld, Paderborn oder gegen Karlsruhe (von der Hinrunde ganz zu schweigen), dann könnte man jetzt die Aufstiegstournee locker und feiernd nach Hause bringen.

Aber dem ist halt nicht so, der VfL stagniert seit Wochen und zeigt vor allem im Sturm eine unglaubliche Harmlosigkeit, die maximal von wenigen lichten Momenten einzelner Spieler durchbrochen wird. Davon gab es aber in den letzten fünf Spielen nur zwei, die zwar zu zwei Siegen (Korkmaz gegen Cottbus und Azaouagh gegen Frankfurt) geführt haben, aber letztendlich nicht ausreichen, um ernsthaft an Liga eins denken zu dürfen.

Das Thema Aufstieg wäre schon längt ad acta gelegt, wenn Aue, Fürth und Cottbus nicht selber am schwächeln sind. Cottbus mit nur vier, Fürth mit nur drei Siegen und Aue gar mit nur zwei Siegen aus den letzten acht Spielen konnten auf den VfL (ebenfalls nur drei Siege in dieser Zeit) keinen Boden gut machen. Und so haben wir weiterhin alles selber in den Händen, auch wenn momentan ein wenig der Glaube daran fehlt, diese Chance nicht durch Dieselbigen gleiten zu lassen.

Und dennoch muss ich bekennen, dass ich glaube, dass der VfL die letzten drei Spiele gewinnt und die Relegationsspiele bestreiten wird. Und wenn Augsburgs Vorsprung etwas geringer wäre, dann wäre sogar Platz 2 noch möglich gewesen, aber dieser Zug sollte abgefahren sein (es sei denn, die Fuggerstädter verlieren am Wochenende in Cottbus).

Was wir jetzt brauchen, ist endlich, endlich, endlich mal ein offensiver Befreiungsschlag. Egal wer, aber es muss endlich mal der Knoten platzen. Von mir aus bei Dedic (3 Tore in 21 Spielen) oder Saglik (2 Tore in 25 Spielen). Vielleicht bei Aydin (4 Tore in 12 Spielen), der zuletzt ebenso blass blieb wie Tese (1 Tor in den letzten 8 Spielen, insgesamt 10 Tore in 25 Spielen). Azaouagh fehlt, wer hätte das noch zu Saisonbeginn gedacht, an allen Ecken und Enden in der gegnerischen Hälfte. Wenn er und Tese ins Team zurückkehren, könnte dies ausschlaggebend sein, den Platz zu halten. Ob und wann sie wieder einsatzbereit sind, ist noch offen, gerüchteweise spätestens in Osnabrück, evtl. aber auch schon als Joker am Freitag. Derweil müssen wir auf lichte Momente bei Korkmaz, Federico oder Freier hoffen. Und die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt.

Funkel wird auch nicht daran vorbei kommen, im Mittelfeld umzubauen. Vogt ist vollkommen neben der Spur. Vielleicht ist es nun an der Zeit, von der geliebten dreifachen sechs wegzukommen und eine offensivere Ausrichtung wählen. Union Berlin ist mit seinen zwölf Auswärtstreffern nicht gerade eine Angriffsmaschinerie, der man mit einem Abwehrbollwerk entgegenwirken muss.

An dieser Stelle sei auch ans Hinspiel erinnert, wo Mathias Concha das Bein gebrochen wurde. Möge die Mannschaft Mathias ein Genesungsgeschenk machen und einen Dreier einfahren!

Mein Tipp: VfL Bochum - 1.FC Union Berlin 2:0
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