Dienstag, 23. August 2011

fridu = “Friede” und helm = “Helm; Schutz”

Damit ist nicht nur die althochdeutsche Bedeutung des Namens Friedhelm erklärt, sondern wohl auch die Philosophie des Friedhelm F. Der VfL ist unter Funkel stets darauf bedacht, kein Risiko einzugehen, Bestehendes (die Null) zu schützen, möglichst friedvoll die 90 Minuten über die Runden zu bekommen und dabei mit etwas Glück (Felix) vielleicht doch noch irgendwie einen Dreier einzufahren (Siegward).
Den Anhänger (mir inklusiv) steht es derweil bis Oberkante Unterlippe. Und nichts, aber auch rein gar nichts deutet darauf hin, dass sich etwas ändert. Takashi Inui konnte nach seinem Wechsel zum VfL zwar zwei ordentliche Spiele hinlegen, aber es scheint nur eine Frage der Zeit zu sein, wann er vom Friedhelm-System gefressen wird und im Team untertaucht. Vielleicht ist es wirklich so, dass Spieler wie Maltritz, Dabrowski, Freier zwar gut trainieren und engagiert sind, ihnen aber das letzte Stückchen an Konsequenz und Qualität fehlt, um wöchentlich einem Zweitligaspiel den Stempel aufzudrücken und ein Team mitreißt. So wie Federico, Aydin, Tese zwar punktuell mal glänzen können, so sehr tauchen sie über die gesamte Spieldistanz in aller Regel ab und ergeben sich dem Schicksal. Funkels Erklärungen über tolle Laufleistung, die geile Truppe, die im Training malocht, dass man sich jetzt nicht verkriechen darf, etc. klingen nach substanzlosen Durchhalteparolen. Funkel wirkt mehr und mehr wie ein verbohrter, griesgrämiger alter Mann. Offensichtlich kein Hinterfragen, keine Veränderungen, keine Denkpausen, keine Systemdebatte. Den Friedhelm Funkel in seinem Lauf halten halt weder Ochs noch Esel auf...
Und so spiegelt sich die Antwort auf die Frage nach der Aufstellung für das Spiel gegen den bereits acht Punkte entfernten Aufstiegskonkurrenten aus Fürth in einem Statement von Funkel zum Einsatz des angeschlagenen Dabrowski wieder: "Wir werden kein Risiko eingehen". Wissen wir, Friduhelm, wissen wir...

Ich selber habe das Glück, dass ich sowohl zu den Spielen in Rostock als auch in Berlin urlaubs- bzw. arbeitsbedingt nicht anreisen konnte. Und auch am Freitag werde ich ncht vor Ort sein können, obwohl so schön viel Platz im Stadion sein wird. Vielleicht tut mir der Abstand mal gut, denn im Moment bin ich innerlich so weit entfernt von dem, was da in den langweiligen Nike-Klamotten geboten wird, dass ich solche 90 Minuten, wie zuletzt mehrfach gezeigt, nicht gut ertrage. Ich werde mal versuchen, bei den "Lokal-Teams" wieder ein Stück Fußballbegeisterung zurück zu gewinnen: Viktoria Köln, Union Solingen oder AS Eupen. Vielleicht gelingt das...

Mein Tipp: VfL Bochum - SpVgg Greuther Fürth 1:1

Bild: vfl-bochum.de
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