Montag, 26. März 2012

Der Realität ins Auge blicken

Kicker Tabellenrechner mal so durchgespielt...
Nach, bzw. mitten in, der zweiten Pleitenserie dieser Saison muss man sich in Bochum eingestehen, dass alle Gedanken in Richtung Bundesliga-Rückkehr in den nächsten Jahren nicht mehr als Träumereien sind. Der VfL ist harmlosestes unteres Zweitliga-Mittelfeld und bietet außer Torwart Luthe nichts, was aktuell oder perspektivisch auch nur annähernd das Format hat, um in höheren Regionen mithalten zu können. Wohlgemerkt in Liga Zwei.

Donnerstag, 22. März 2012

Kampfpreise statt Kampfschweine

In Bochum fixiert man sich schon auf das Ende der Saison. Wegen der vielen verletzten und sicherlich auch wegen der trostlosen Gegenwart. Der VfL hat wieder einmal nachhaltig die Fans vergrault und versucht nun mit Kampfpreisen und Sponsorenunterstützung, das Stadion bei den letzten Spielen zumindest noch zu einem Drittel voll zu bekommen. Zum Spiel gegen Ingolstadt gibt es Tickets zu 5 Euro, gegen Braunschweig gibt es zwei Tickets plus Trikot für 30 Euro.

Nach zuletzt einem Punkt aus vier peinlichen Auftritten gegen Fürth, Dresden, Paderborn und Duisburg trifft der VfL am Freitag auf den FC Ingolstadt 04. Erinnerungen werden an die Partie der Vorsaison wach, wo Bochum zu Hause nach einem 1:4 den seinerzeitigen absolutenTiefpunkt erreichte. Mittlerweile ist ein neuer erreicht und nach dem "großen Schritt nach vorne", den VfL-Sportvorstand Todt nach dem Paderborn-Spiel exklusiv gesehen hat, scheinen die Bochume Akteure gegen die übermächtigen Oberbayern bereits jetzt die Hosen voll zu haben.

Freitag, 16. März 2012

Große Schritte ?

Ein seltenes Geschöpf:
Der jubelnde MSV-Zwerg
Ein "großer Schritt in der Entwicklung der Mannschaft" war für VfL-Sportvorstand Jens Todt das 0:0 in Paderborn. Und Kapitän Dabrowski ergänzt "Wir haben als Team gezeigt, dass wir uns nicht hinter einem Aufstiegskandidaten wie Paderborn verstecken müssen". - Ich bin sprachlos. Nach den zwei Pleiten gegen Fürth und Dresden sowie allgemein zuletzt äußerst schwachen Vorstellungen (selbst die Siege gegen Rostock und Berlin waren nicht überzeugend) soll nun also ein torloses Spiel gegen harm- und ideenlose Paderborner ein großer Schritt gewesen sein? Nein, es war nach den Rückschritten ein Moment der Ruhe und des Innehaltens. Ganze vier Torchancen, davon nur eine in der zweiten Halbzeit, wo der Aufstiegsaspirant auf Sieg spielen sollte und Räume freimachte. Das kann es  doch nicht gewesen sein. Oder ist die Anspruchshaltung beim VfL derzeit: Nicht untergehen ist Fortschritt?

Dienstag, 13. März 2012

Ihr macht unseren Fußball nicht kaputt!

Klare Botschaft von FC-Fans


Die letzten Wochen haben einen neuen Höhepunkt in Sachen Gewalt, Sachbeschädigung und des unter dem Mantel der Pyro-Kultur versteckten asozialen Verhaltens gebracht. Traurige Höhepunkte dabei waren die Versuche von Kölner und Rostocker Kriminellen, andere Menschen auf der Autobahn anzugreifen und damit schwere Unfälle und schwerste Verletztungen von friedlichen Fußballfans, Frauen und Kindern in Kauf zu nehmen. Hier sind jegliche Grenzen überschritten. Und es gibt darauf nur die klare Antwort des Staates und der Gesetze: Kein Pardon der Richter und harte Strafen!

Freitag, 9. März 2012

Die Kirche im Dorf lassen

Die drei Hasen im Fenster des
Paderborner Doms symbolisieren
hoffentlich nicht die orientierungs-
losen Maltritz, Dabrowski und Freier
Ernüchterung pur beim VfL. Nach den beiden Pleiten gegen Fürth und Dresden ist wenig von einer spürbaren Weiterentwicklung zu erkennen. Desolates Abwehrverhalten und Abschlussschwächen im Sturm legen vielmehr offen, dass sich noch einiges verbessern muss, um besser gerüstet in die kommende Saison zu gehen.

Und nun steht mit dem Auswärtsspiel in der katholischen Dom- und Universitätsstadt (was ist schon Köln dagegen?) eine Partie ins Haus, die unter umgekehrten Vorzeichen stattfindet. Vor der Saison hätte man Haus und Hof darauf verwettet, dass der VfL als Spitzenteam und die Paderborner als Mittelfeld-Mannschaft auflaufen werden. Doch eine sensationelle Saisonleistung der Schwarz-Blauen macht sie mittlerweile zum Hecht im Teich der fetten Aufstiegskarpfen aus Frankfurt, Düsseldorf, St. Pauli und Fürth. Paderborn hat in dieser Saison nur dreimal verloren! Am 3. Spieltag bei Union Berlin, am Folgespieltag gegen Greuther Fürth und dann nur noch das Rückspiel in Fürth (wo man übrigens im Pokal ausschied). Zuletzt also nur eine Niederlage in 20 Ligaspielen!

Freitag, 2. März 2012

Licht am Fahrrad, Licht am Fahrrad,...

... Dynamo. - Alter Ost-Gassenhauer, wenn die Polizei-Truppen aus Berlin oder Dresden unterwegs waren. Dynamo Dresden wird ja von keinem Bochumer so richtig gemocht (von anderen auch nicht). Wegen der Fans und besonders wegen des geklauten Klassenerhaltes 1993. Wie bekannt verstießen die Sachsen seinerzeit massiv gegen Lizenzauflagen. Die Strafe folgte, aber nicht auf dem Fuß. Erst ein Jahr später wurden Dynamo vier Punkte abgezogen. Klingt nach DDR-Justiz. War es dann wohl auch.

Heute Abend spielt Bochumer unter dem Eindruck des Todes von Hendrik Baluszynski und unter einer akuten Personalnot nach den schweren Verletzungen von Aydin und Delura, den Langzeitverletzten und den Sperren von Freier und Toski.

Von daher ist das heute Abend für mich einfach ein Spiel fürs Herz (und passend unter Flutlicht).
Alles für den VfL !!!

Mein Tipp: VfL Bochum - SG Dynamo Dresden 4:3

Donnerstag, 1. März 2012

Hendrik Baluszinsky ist tot

Hendrik Baluszinsky, geb. 15. Juli 1972, ist tot. Gestorben am heutigen Donnerstag in Zabrze (Hindenburg). Plötzlich, unerwartet, Herzinfarkt. Ein einfacher und bescheidener Mann, wie es sich für Menschen aus einer Bergbauregion gehört. Einer der nicht rauchte und nicht trank, wie es sich für einen Sportler gehört.

"Balu" kam 1994 zum VfL und war Bochums erster Europapokal-Torschütze. Er verwandelte am 16.9.1997 in der ersten Minute einen Elfmeter in Trabzon. Balu gehörte zu der Toppmöller-Mannschaft mit Wosz, Stickroth, Peschel, Kracht, Közle, Jack und Donkov, die so fulminant den 5. Platz eroberte und in den UEFA-Cup einzog.

Bis 1998 blieb er beim VfL und erzielte 14 Tore. Nach 22 Partien für Arminia Bielefeld kam noch einmal zurück an die Castroper und erzielt in 24 Spielen weitere drei Treffer, bevor er seine Karriere in Deutschland in Ahlen und Babelsberg beendete und zurück nach Polen ging. Er absolvierte 15 Spiele für die polnische Nationalmannschaft und traf dort dreimal.

Hendrik Baluszinsky wurde nur 39 Jahre alt.
.