Donnerstag, 30. August 2012

Frisch, frei, fröhlich und fromm

Schlanke 234 Jahre wäre Turnvater Jahn diesen Monat geworden, hätte er nicht 1852 das zeitliche gesegnet. Sein Wahlspruch "frisch, frei, fröhlich und fromm" käme ihm heute wohl ebenso schwer über die Lippen wie den Bochumern, nähmen sie damit Bezug auf die aktuelle Mannschaft. Der VfL präsentiert sich nämlich derzeit nicht sonderlich frisch, die Anhänger wenig fröhlich, frei steht höchstens mal der Gegner vorm eigenen Kasten und das fromme Gottvertrauen hat zuletzt alleine nicht gereicht um gegen Paderborn und Aalen ein Tor zu erzielen, geschweige denn, Punkte zu holen. Und so wird Friedrich Ludwig Jahn in der himmlischen Turnhalle "seinem" Regensburger Verein die Daumen drücken und nicht dem Verein für Leibesübungen, der ihm ja rein vom Namen nahe stehen sollte.

Die unverständliche Leistung am letzten Sonntag gegen Aalen wirft unweigerlich die Frage auf, welche Möglichkeiten es gibt, in der Aufstellung etwas zu ändern um somit besser und erfolgreicher zu spielen. Gelashvili für Dedic ist nicht vielversprechender. Andere Sturmalternativen gibt es aktuell nicht. In der Abwehr könnte Matchlooser Sinkiewicz vielleicht mutig gegen Eyjolfsson getauscht werden und ebenso Rothenbach gegen Chaftar. Am meisten Potential für Veränderungen gibt es aber im Mittelfeld. So verständlich es ist, Goretzka außen aufzustellen, damit er Erfahrung sammeln kann, so sehr fehlt einer wie er in der Zentrale. Tasaka bringt zwar ein paar gute Pässe, ansonsten aber zu wenig. Rzatkowski war gegen Aalen überfordert und ideenlos. So wäre für mich eine spannende Kombination Freier und Tasaka über außen kommen zu lassen und Goretzka und Kramer in der Mitte aufzustellen. Wahrscheinlicher scheint allerdings, dass Dabrowski für Rzatkowski ins Team rutscht. Auf Kreativelemente wie Delura, Ortega und Aydin müssen wir noch warten, wobei zumindest Ortega nach den Länderspielpause eine Option werden könnte.

Regensburg hat bisher nicht enttäuscht, bei 1860 und Hertha nur knapp verloren, gegen den MSV gewonnen und im Pokal gegen die Bayern ein 0:4 kassiert. Ob die Aufstiegseuphorie noch anhält, wird sich zeigen. Auf jeden Fall ist die Mannschaft anfällig und natürlich auch bezwingbar. Andererseits kann man sie auch durch eigene Unzulänglichkeiten, wie vom VfL zuletzt gezeigt, stark spielen.

Eine Niederlage könnte den VfL auf einen der drei letzten Plätze katapultieren und die Krise einläuten. Daher ist ein Sieg Pflicht!

Mein Tipp: Jahn Regensburg - VfL Bochum 1848 1:1

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