Donnerstag, 20. September 2012

Dish of the day

Die Stimmungsschwankungen rund um die Castroper Straße haben wieder Fahrt aufgenommen. Nach dem guten, allerdings auch tor- und somit sieglosen, Auftritt gegen die Münchner Löwen erkennen viele eine Tendenz, die nun im Spiel gegen die Nachbartiere verfestigt werden soll. Der Blick auf den Gegner und die Tabelle (Duisburg ist mit fünf Niederlagen auf Rang 18., der VfL 9.) lassen das möglich erscheinen, aber nicht zum ersten Male würde es erstens anders und zweitens als man denkt kommen.

Dienstag, 18. September 2012

Voll die Latte - Mein Fußball-Tagebuch

In der Flut der Bücher von Fans über ihre Vereine gibt es mittlerweile viele durchschnittliche, einige schlechte, ein paar gute und wenige sehr gute. Das Tagebuch von HSV-Fan Axel Formeseyn gehört zu den ziemlich guten. Zum einen hat der Autor tatsächlich ein bunte Palette von unterschiedlichsten Geschichten zu erzählen, die sich anders aufbauen, anders abspielen und anders enden, zum anderen lässt Formeseyn genau die richtige Dosis privater Dinge mit einfließen. Somit bleibt das Buch über seine gesamten Seiten nicht nur gut lesbar sondern bietet dem Leser die Möglichkeit, mit einzutauchen.

Über die Jahre ist vieles dabei, von Schule bis Beruf, von Freundin bis Kinder von Dorfplatz bis Europapokal, von Abstiegskampf bis Titelgewinn, von Freunden und deren Tod.

Eines der besten Bücher die ich gelesen habe und eine unbedingte Empfehlung.

Freitag, 14. September 2012

Arm aber sexy...

Hans-Peter Villis kennt sich aus mit Geld
Steht der VfL mit ihm bald unter Strom?
 (Quelle: vfl-bochum.de)
6,8 Mio. Euro Schulden hat der VfL aktuell. Trotz eines gewissen Ausverkaufs in den letzten Monaten. Trotzdem verlief die Mitgliederversammlung, zu der immerhin 460 Mitglieder gekommen waren, ruhig und sachlich. Im Aufsichtsrat gab es einen Wechsel. Ernst-Otto Stüber sei gedankt. Er hat, und das meine ich positiv, in seiner knapp zweijährigen Amtszeit den Laden zusammengehalten und eine tiefergehende Spaltung verhindert. Nach dem unglücklichen Abgang seines Vorgängers und der großen Unruhe im Verein war es wichtig, dass wieder Ruhe einkehrt. Dies wurde durch die Wechsel von Funkel zu Bergmann und von Ernst zu Todt unterstützt. Dass sportliche und wirtschaftliche Erfolge bisher ausgeblieben sind, darf ihm nicht zugerechnet werden. Vielmehr gebührt ihm Hochachtung und Dank, dass er nicht an seinem Sessel kleben bleibt sondern freiwillig den Weg für einen Nachfolger mit Potential freimacht.

Montag, 10. September 2012

Bratwurst! Bier! Stehplätze!

Der Untertitel wirkt verlockend. Wie kann sich ein englischer Fußballfan für die Bundesliga bzw. speziell für den 1.FC Nürnberg begeistern?    Die Geschichte des Jon Goulding gibt darüber ein wenig Aufschluss. Allerdings muss ich jede Hoffnung auf besonders humorvolle, besonders tiefgründige oder besonders spannende Zeilen zerstören. Das Buch und die Geschichte plätschern dahin, gespickt von einigen Erläuterungen über die Besonderheiten der deutschen Stadien, Fans und Ligen. Das mag den Leser von der Insel interessieren, aber der durchschnittsfussballgebildete Deutsche kennt diese Situationen und meist auch die entsprechenden Zeiten der Geschichte. So wirken die Einschübe und Abschweifungen störend und überflüssig. 

Das Fazit ist kurz und knapp: Für Engländer dürfte das Buch interessant, Horizont erweiternd und vielleicht auch humorvoll sein. Ich fand es über weite Strecken leider nur langweilig...

Freitag, 7. September 2012

111 Fussballorte im Ruhrgebiet die man gesehen haben muss

Jeweils eine Seite Text und eine Seite Bild mit Anfahrtsbeschreibung. Das Werk besticht durch seine konsequente Struktur, die ebenso wie die nicht übertriebene, fast schon nüchterne Sprache. Es ist vollkommen ausreichend, um den interessierten Leser auf den einen oder anderen Ort des Ruhrgebietes aufmerksam zu machen, der vergessen ist oder den man gar nicht kennt. Natürlich sind viele traditionsreiche und mittlerweile mit Unkraut zugewucherte Stadien darunter (Castrop-Rauxel, Herne, Hagen, Marl, Erkenschwick,...), die Grabstädten von Stan Libuda und der Familie Melches, aber auch nachdenkenswerte Orte wie das Megaplay Casino, der Gedenkstein Rombergpark, das Fenster von St. Josef oder das Vereinsheim von Schild Bochum oder einfache muss-man-mal-gesehen-haben Stellen wie den Affenkäfig von Mesut Özil, den Goldsaal der Westfalenhallen, "Pommes rot-weiß" oder die sohle 1.

Kurzum ein anregendes Buch, das wirklich einmal dazu verleitet, der einen oder anderen Stelle einen Besuch abzustatten. Wer denkt, er weiß alles und kennt alles, dürfte hier zudem eines besseren belehrt werden.

Dienstag, 4. September 2012

Kleine Pause

Nicht gegen Leverkuen gewonnen:
Die VfL-Frauen
Zu Beginn ein kurzer Schwenk nach Leverkusen. Gleich dreimal hat der VfL zuletzt in Leverkusen gewonnen. Die A-Junioren mit 3:0, die C-Junioren mit 4:0 und die U23 mit 2:0. Das ist schon aller Achtung wert. Unser Nachwuchs präsentiert sich nicht nur im Verhältnis zur 1. Mannschaft ausgesprochen gut und erfolgreich. Im Moment ist er im Westen ganz oben mit dabei. Kompliment!