Sonntag, 25. November 2012

Ein Schritt vor und zwei zurück...

Hoffnungsträger ?
Wieder einsatzbereit:
Mirkan Aydin
Hoffnunfsträger ?
Wieder eingesetzt:
Nika Gelashvili
Wer tatsächlich den Schönredereien der letzten Tage erlegen war, fand sich am Freitagabend wieder auf dem bitteren Boden der Tatsachen und der Tabelle wieder. Von wegen Mini-Serie, ungeschlagener Trainer Neitzel, grandioser Tasaka, geplatztem Knoten , etc. - Erbärmlich, was der VfL beim Kölner Durchschnittsteam ablieferte. Allen voran und einmal mehr die beiden Außenverteidiger Chaftar und Rothenbach sowie Keeper Heerwagen. Alle drei liegen bei den Kickernoten (weit) unterhalb der 4,0-Grenze. Klar versetzungsgefährdet.
Aber auch der Rest der Mannschaft bot nichts an, was zur Hoffnung Anlass geben könnte. Ideenlos, fahrig, zweikampfschwach, unbeholfen,... - Eine nicht enden wollende Liste. Auch wenn ich mich wiederhole: Nichts, nichts, nichts ändert sich beim VfL. Dass nun die Hoffnungen auf den lange verletzten Mirkan Aydin und den ligauntauglichen Nika Gelashvili gesetzt werden ist genau so bezeichnend wie beängstigend.

Freitag, 23. November 2012

Der unmögliche Versuch eine Bilanz aufzupolieren

Den letzten Auftritt des VfL in Köln habe ich als das schlimmste jemals gesehene Spiel der Bochumer in Erinnerung. Es war der 31. Spieltag des der Abstiegssaison 2009/10 und der VfL hätte den Bock noch einmal umwerfen können. Stattdessen bot der VfL eine unterirdische Leistung, hatte nur eine Chance kurz vor Schluss und verfolgte anscheinend nur ein Ziel auf dem Weg in die Zweite Liga: Trainer Herrlich rauszuwerfen.
Spiele in Müngersdorf sind von je her mit dem Flair des beschissenen Abends gesegnet. Mein erstes VfL-Spiel war am 6. Mai 1977 hier, es gab ein 1:6. Und auch danach gab es nur einem einen Dreier, in Bochums Übersaison 2003/2004, in der Köln auch abstieg. Koller gegen Neururer lautete seinerzeit das Trainerduell. Dazu gab es noch sieben Remis und 25 Niederlagen.

Dienstag, 13. November 2012

So fühlt sich Organabstoßung an...

(Noch) keine
rote Laterne
Zwei ereignisreiche Wochen liegen hinter uns. Wegweisende Spiele und weitreichende Entscheidungen. Doch was hat sich unterm Strich geändert und wie steht der VfL nun gegenüber seiner Philosophie und seinen Ansprüchen dar? Sportvorstand Jens Todt hat diese Woche in einem Interview ausführlich Stellung bezogen. Doch sachlich betrachtet gibt es nicht viel Neues beim VfL. Die Probleme bleiben ebenso die Gleichen wie die sportliche Entwicklung. Kein Trainer (und es waren immerhin fünf) hat es nach der Entlassung von Marcel Koller im September 2009 geschafft, eine Mannschaft zu bauen, die den selbstgestellten Ansprüchen genügt.


Samstag, 10. November 2012

Stimmungswechsel auf St. Pauli bestätigen

So schnell geht das. Ein mühevoller Sieg beim Viertligisten Havelse, ein glücklicher Punkt nach einer Kampleistung gegen Cottbus, ein gutes Pokallos und die Kehrtwende bei der Trainersuche. In Bochum schaut man plötzlich wieder hoffnungsvoller in die Zukunft. Dabei signalisieren die nackten Zahlen weiterhin anderes: Acht Ligaspiele ohne Sieg, gerade mal zwei Auswärtstore und nur einen Punkt vor dem letzten Tabellenplatz. Die Probleme der Bochumer wurden auch beim Spiel gegen Cottbus deutlich. Die anfällige Abwehr macht große Sorgen, es fehlen auf den Außenbahnen Alternativen. Im Sturm ist die Durchschlagskraft nicht mal ansatzweise zu erahnen. Ob Dedics Tor ein Schlüsselmoment für ihn war und der gerade am Vater werdende slowenische Nationalspieler nun sein anderes Gesicht zeigt ist momentan nicht mehr als ein frommer Wunsch. Obwohl das Spiel in St. Pauli für ihn gerade Recht kommen könnte, denn der Gegner dürfte nach acht Punkten aus den letzten vier Spielen weiter nach oben streben wollen. Auskontern ist da angesagt.
 
Über die Ausfälle, insbesondere Sinkiewicz und Freier brauchen wir nicht zu sprechen. Sie werden weitere Lücken hinterlassen. Iashvili dürfte zurück in Stammformation kommen, Dabrowski, Kramer, Tasaka und Ortega bieten sich als Alternativen fürs Mittelfeld an. Ob Heerwagen oder Luthe im Tor stehen werden ist, glaube ich, egal.
 
Mein Tipp: FC St. Pauli - VfL Bochum 3:0

Freitag, 2. November 2012

Ruhe vorn im Sturm

Natürlich ist eine gewisse Erleichterung zu vermelden. Hätte man das Spiel in Havelse vergeigt, dann wäre tatsächlich "Hängen im Schacht" angesagt. Jetzt hat man zumindest etwas Zeit und etwas Geld gewonnen. Die grundsätzlichen Probleme bleiben aber und die Sorge, dass uns diese am Sonntag erneut auf die Füße fallen, ebenso.

So zeigt sich, dass der VfL weder im Sturm noch in der Abwehr Zweitligaformat vorweist. Viertligist Havelse zeigte die Defizite hinten auf, auch wenn die Niedersachsen daraus nicht den konsequenten Nutzen zogen. Sowohl die Außenbahnen als auch die Innenverteidigung sind alles andere als stabil. Es fehlt die letzte Entschlossenheit, dafür ist die Ungenauigkeit beim Spiel nach vorne sehr ausgeprägt.