Freitag, 23. November 2012

Der unmögliche Versuch eine Bilanz aufzupolieren

Den letzten Auftritt des VfL in Köln habe ich als das schlimmste jemals gesehene Spiel der Bochumer in Erinnerung. Es war der 31. Spieltag des der Abstiegssaison 2009/10 und der VfL hätte den Bock noch einmal umwerfen können. Stattdessen bot der VfL eine unterirdische Leistung, hatte nur eine Chance kurz vor Schluss und verfolgte anscheinend nur ein Ziel auf dem Weg in die Zweite Liga: Trainer Herrlich rauszuwerfen.
Spiele in Müngersdorf sind von je her mit dem Flair des beschissenen Abends gesegnet. Mein erstes VfL-Spiel war am 6. Mai 1977 hier, es gab ein 1:6. Und auch danach gab es nur einem einen Dreier, in Bochums Übersaison 2003/2004, in der Köln auch abstieg. Koller gegen Neururer lautete seinerzeit das Trainerduell. Dazu gab es noch sieben Remis und 25 Niederlagen.

Heute scheint wieder alles so zu werden wie immer. In Bochum redet man verzweifelt von einer Aufwärtstendenz, davon dass im Sturm der Bann gebrochen ist, vom genialen Tasaka, dem von ganz Europa gejagten Goretzka und natürlich von der glorreichen Serie des Trainers, der ja nun schon vier ungeschlagene Spiele beim VfL ist. Somit sind die Voraussetzung glänzend, dass der VfL nach einem chancenlosen Spiel mit leeren Händen nach Hause fährt. Ein schnelles Kölner Tor dürfte die Stimmung frühzeitig abkühlen und das Publikum wird das machen, was es am besten kann: Sich selber feiern.

Mich gruselt es vor dieser Perspektive. Aber es ist wie bei der Wespenspinne. Sie weiß, dass sie nach der Paarung aufgefressen wird und sich trotzdem darauf einlässt. Also ab in die Linie 1 und zumindest nach dem Spiel noch eine schöne Kölsch-Tour durch Kölle.

Mein Tipp: 1.FC Köln - VfL Bochum 2:0

1 Kommentar:

  1. Auf einen beschissenen Abend bei beschissenem Wetter - Prost!

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