Mittwoch, 20. Februar 2013

Und jetzt mal 11 gegen 11...



Bereit fürs Rückspiel...
Wie groß der Stein war, der den Bochumern am Freitag vom Herzen gefallen war, lässt sich auch aus dem Interview mit Trainer Neitzel direkt nach dem Spiel erahnen. Aufgrund meiner letzten Einlassungen in der westline-Kolumne hatte sich sogar ein Verantwortlicher des VfL gemeldet. In einem fast halbstündigen Telefonat konnten wir die Einschätzung der allgemeinen Situationen und besonders der Bewertung des Regensburg-Spiels austauschen. Auch dies hat deutlich gemacht, dass die Stimmung im Umfeld beim VfL genau registriert wird.  


Mit Glück, Geschick und vor allem einer leidenschaftlichen Vorstellung, wie man sie in Bochum von den Spielern sehen will, wurde 75 Minuten lang ein 1:0 Vorsprung verteidigt und ins Ziel gerettet. Nachdem der VfL, wie bereits in Aalen, eine starke Startphase hingelegt  hatte, musste nach dem kuriosen Platzverweis (dritter Platzverweis in den letzten fünf Ligaspielen) taktisch umgestellt werden. Alle weiteren Kommentierungen der Leistung des besonders in der Offensive stark dezimierten Teams, müssen daher unter diesem Vorbehalt erfolgen. Ohne Einschränkung hat Luthe eine exzellente Leistung hingelegt. Ebenso Christoph Kramer, der sich in Bochum gut entwickelt, sich viel zutraut und scheinbar in der Lage ist, gemeinsam mit Rzatkowski die Mannschaft mitzureißen. Eine Fähigkeit, die ich zuletzt bei etablierten Spielern vermisst habe.  Bemerkenswert auch, dass Gelashvili viel nach hinten gearbeitet hat. Hat er mittlerweile verstanden, was von ihm erwartet wird? Doch bei aller Freude über den enorm wichtigen Sieg dürfen auch die Defizite nicht aus dem Auge gelassen werden, die sich auch anhand der Spielstatistik ablesen lassen: Eine Fehlpassquote von 32%, 34% Ballbesitz, 26 zugelassene Torschüsse in der 2. Halbzeit und selber nur 3 Torschüsse, die aufs Tor gingen und nur eine Ecke. Wie gesagt, die Zahlen aufgrund der roten Karten unter Vorbehalt, aber trotzdem sollten sie nicht negiert werden.  


So bleibt zumindest bis Freitag die Frage offen, ob das Spiel gegen Regensburg ein Ausrutscher auf dem Weg nach oben war oder die Drei-Siege-Serie Ende des letzten Jahres und der Sieg in München untypische Ergebnisse einer Stagnation im Zweitligakeller. Ich denke, dass das Spiel gegen Duisburg richtungsweisend sein wird. Während bei VfL der eine oder andere Ausfall wieder dabei sein wird, sind die Zebras u.a. durch zwei Sperren gehandicapt. Nach ihrem kämpferischen Auftritt gegen Lautern darf man erwarten, dass sie sich im Ruhrstadion ähnlich ins Zeug legen werden, wie wir bei den Löwen. Ein Spiel 11 gegen 11 darf uns nach 90 Minuten gerne eine zufriedenstellende Antwort und auch Hoffnung für das Pokalspiel nächste Woche geben. Im März erwartet uns dann mit den drei Auswärtsspielen in Lautern, Ingolstadt und Berlin sowie dem Heimspiel gegen Tabellenführer Braunschweig ein heißer Monat. Frühling oder verlängerter Winter?

Mein Tipp: VfL Bochum - MSV Duisburg 3:1 

 

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