Montag, 22. April 2013

Wir sind wieder hier, in unsrem Revier...

Der Aufsichtsratvorsitzende hörte sich geduldig
fachmännische Kommentare an...
Es ist schon alles gesagt. Berichte und Kommentare überschlagen sich. Letztendlich ist die Botschaft so einheitlich wie eindeutig. Mit Peter Neururer ist alles zurückgekommen, was man beim VfL zum Teil lange vermisst hat: Erfolg in Form von 6 Punkten aus zwei Spielen, Euphorie in Form von 26.000 Zuschauern statt knapp 10.000, Leidenschaft die zwischen Tribünen und Spielfeld hin und her schwappt. Bochum genießt den Augenblick. Die Zukunft kommt schon noch früh genug.

Ich konnte sowohl gegen Aue als auch gegen Pauli die Stimmung in der revirpower-Lounge miterleben. Es herrschte ein Unterschied wie Tag und Nacht. Mag man zu den VIPs stehen wie man will, am Freitag war auch dort eine Stimmung zu fühlen, die einerseits begesitert und andererseits entspannt anmutete. Im Rausch (doppeldeutig) konnte  ich nach dem Spiel u.a. mit Frank Goosen und Hans-Peter Villis sprechen. Auch diesen beiden VfL-Fans war ein mächtiger Stein vom Herzen gefallen. Die absolute Verzweiflung war einer neuen Hoffnung gewichen. Ein solches Spiel dürfte auch allen anwesenden zweifelnden Geldgebern des Vereines Nahe gegangen sein und könnte, wenn die Saison oberhalb der Linie abgeschlossen wird, Futter für die Goldesel gewesen sein. Da war selbst dort oben VfL-Feeling pur zu spüren. Und auch von vielen bekennenden Nicht-Fußball-Interessierten erhielt ich heute ungewohnten Zuspruch. Der VfL scheint doch bei vielen im Herzen zu schlummern.


Wenn es doch alles so einfach wäre und ewig andauert. Wie frisch verliebt. Doch auch das wird irgendwann vorbei sein. Das wissen wir. Machen wir uns nichts vor, das Ende wird schmerzhafter sein als bei den Trainern zuvor. Und was kann eigentlich noch Gutes nach Peter II. kommen?

Aber ich will nicht so weit denken und den Augenblick genießen. Am Freitag fahre ich nach dem Frühstück nach Sandhausen. Ne kleine Runde wandern, bei 23 Grad ein gepflegtes Bierchen in der Sonne genießen und dann ins Hardtwaldstadion. Das klingt schon wie ein Wellnessurlaub. Undenkbar, dass der VfL dort vergeigt. Es wird ein gefühltes Heimspiel werden und die Spieler werden förmlich explodieren, während Sandhausen dem nichts entgegen zu setzen haben wird. Entschuldigt die Überschwänglichkeit, aber ich hatte verlernt, wie Bochumer träumen. Daher sind meine jetzt umso intensiver.

Bis Saisonende wird es noch ein hartes Stück Arbeit. Wir dürfen uns keine Patzer erlauben, denn in den letzten drei Spielen haben sowohl Dresden (sieben Punkte) als auch Aue (fünf Punkte) nicht verloren und dabei beeindruckende und Selbstvertrauen schaffende Spiele abgeliefert. Die Veilchen glichen mit 9 Mann gegen Kaiserslautern aus und punkteten in Braunschweig, Dresden drehte ein 0:2 gegen Pauli. Und deren Restprogramm ist nicht von der allerschwersten Sorte. Wenn es dumm läuft reichen auch 40 Punkte nicht zu Platz 15. 

Also erst arbeiten und dann feiern. Die Mannschaft und ihr Trainer haben am Freitag die gebotene Zurückhaltung gezeigt. Das war gut. Am Freitag bitte der nächste Schritt... 

Mein Tipp: SV Sandhausen - VfL Bochum 0:3

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