Dienstag, 22. Oktober 2013

Ratlos aber nicht hoffnungslos


Auch der getestete neue Stürmer
aus Leverkusen erfüllte nicht
die Erwartungen des Trainer

Als ich am 17. September meine letzte Kolumne tippte hatte der VfL gerade 2:0 in Fürth gewonnen und an Platz 3 gekratzt. "Einfach ein gutes Gefühl, was wir genießen müssen und konservieren sollten" hab ich da geschrieben, die viel zu vielen Enttäuschungen in Erinnerungen, die uns der VfL in den letzten Jahren so beschert hat. Aber auch die unausgesprochene Hoffnung im Hinterkopf, die folgenden vier relativ leichten Spiele gegen Aalen, Sandhausen, Ingolstadt und Aue mit ein paar Punktgewinnen zu absolvieren und sich im oberen Tabellendrittel festzusetzen. Mit zwei Siegen wäre man 6. gewesen mit sieben Punkten 4. und mit drei Siegen wohl 3. - Unglaubliche Null Punkte aus den Spielen und nebenbei das Pokalaus in Frankfurt lassen aber selbst den Hartgesottensten VfLer lethargisch aus der Wäsche gucken. 

Man kann einmal mehr das Gefühl bekommen, dass es egal ist, wer den VfL trainiert und welche Spieler unser heiliges Trikot tragen. Am Ende bleibt alles beim Alten. Viele Hoffnungen, genügend gute Ansätze, regelmäßiges Pech und vermeidbare Pleiten. Platz 16 ist weit unter dem Potential der Mannschaft und des Trainers. Aber dieses einmal steig abzurufen scheint in Bochum eine Ding der Unmöglichkeit zu sein. Gefühlt war das in der Saison 2006/07 bzw. in der Rückrunde 2010/11 zum letzten Mal der Fall.


Peter Neururer trifft dabei aus meiner Sicht keine Schuld. Ein gutes Trainerteam, dass dem Verein sehr verbunden ist. Eine gut aufgestellte Jugendarbeit, wobei nicht aus dem Auge gelassen werden soll, dass U23, U19 und U17 aktuell auch schwächeln. Ein engagierter und lebendiger Sportvorstand, der klare Worte findet, ein Umfeld, dass sich wieder zum Verein bekannt hat. Alles im grünen Bereich, doch unterm Strich zählen Tore, Siege und Punkte. 13-3-11. Zu wenig im Moment und mit Kaiserslautern, Köln, 1860 und Union kommen richtige Kracher nach Bochum (wobei die Kleinen ja auch schon zu groß sind). Und mit Cottbus, Bielefeld, Karlsruhe und Dresden geht die Reise zu Mannschaften, die zu Hause alles für den Klassenerhalt zu geben bereit sind. Aber vielleicht verkehren sich die Vorzeichen ja. 

So bleibt uns die Hoffnung, das Sukuta-Pasu sein Pulver noch nicht verschossen hat und die Entwicklung der Mannschaft dazu führt, dass die zeitweise guten Ansätze auch wieder dazu führen, Spiele über 94 Minuten weitgehend konstant zu spielen.

Bemerkenswert die Ruhe in den Reihen der Mitglieder gestern bei der JHV und der Zuschauer (noch) im Stadion. Wahrscheinlich ist es Ratlosigkeit. Aber in jedem Fall auch die sicherer Hoffnung, dass es irgendwann doch mal wieder aufwärts gehen wird... Hoffentlich bald.

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