Montag, 6. Januar 2014

Von wegen Tradition schießt keine Tore



VfL triumphiert beim NRW-TraditionsmastersRuhrpottsieger ist unsere Traditionsmannschaft geworden. Alle anderen hinter uns gelassen, wie 2006/2007. So ist es halt in der Winterpause, die so endlos lange erscheint. Auch die Medien übertreffen sich in Nicht-Meldungen, wenn es um den VfL geht. "Machtwort von VfL-Boss: Schluss mit Mittelmaß", "Felix Bastians will die Blitz-Rettung", "Sukuta-Pasu sieht Zukunft beim VfL",... - Sehen wir es positiv, es gibt aktuell keine neuen schlechten Meldungen zu Finanzen und Abgängen. Es herrscht Ruhe im Verein und alle können sich beim zweitschlechtesten Heimteam der Liga auf den Rückrundenstart vorbereiten.


Die genau so obligatorischen wie überflüssigen Pressekonferenzen und "großen Checks" zum Trainingsauftakt sind in ihren Aussagen vorhersehbar. Worte wie Konsolidierung, Neubeginn, Heimmacht, Potential und richtiger Weg dürfen nicht fehlen, ergänzt um die eine oder andere originelle Formulierung. Letztendlich aber das, was jedes Jahr gesagt wird und was auch von den meisten anderen Vereinen der Liga so hätte gesagt werden können.

Die wenigen Transfergerüchte haben zuweilen auch geringe Haltwertzeit. Alexander Esswein war so interessant, dass sich auch Erstligisten um ihn bemüht haben. So dürfte es auch mit Patrick Funk laufen. Der VfL ist zwar eine gute Adresse, aber woanders sind die finanziellen und sportlichen Aussichten halt besser. Und zwar nicht nur in Augsburg. Der VfL ist auch hier nur noch Mittelmaß. Dessen muss man sich bewusst sein.

So bleibt zu hoffen, dass der eine oder andere im VfL-Kader doch noch für eine positive Überraschung gut ist. Zahirovic und Jelavic zum Beispiel, oder auch Ilsö, Tiffert und Cwielong, die noch lange nicht das bringen, was man von ihnen erhofft hat.

Den aktuellen Besucherschnitt von knapp 18.000 zu halten, ist anhand der Zuschauermagneten FSV Frankfurt, Aue, Sandhausen und Cottbus, die noch zu uns kommen, schwierig genug. Aus Düsseldorf und Bielefeld werden ein paar Tausend Gästefans mitkommen, aber das alleine wird nicht reichen. Da können nur gute Spiele und Ergebnisse helfen. Alleine wegen Peter Neururer kommen die Massen mittlerweile auch nicht mehr.

Sei es wie es ist. Die Wahrheit liegt auf dem Platz und am 7. Februar unter Flutlicht sind alle Winterpausenfloskeln vergessen und die elf Bochumer auf dem Platz werden zeigen müssen, wo es langgeht. Bei einem Fehlstart dürfte es aber ungemütlich werden an der Castroper Straße, denn mit dem Szenarium Abstiegskampf hat sich wahrscheinlich keiner (inklusiv mir) so richtig auseinandergesetzt.

Bis dahin können wir noch ein wenig Kaffeesatzleserei machen und an vergangene Zeiten denken. Wie beim Traditonsmasters, wo zumindest Peter Peschel und Peter Közle (und leider nicht Dariusz Wosz) ein wenig den Glanz von erfolgreichen Bundesliga- und Europapokalzeiten zurückbringen konnten. Aber das ist kein Ersatz für die Ligaspiele, die Ostkurve im Flutlichtschein und dem tausendfachen Torjubel.  Winterpause ist schon ne doofe Zeit...

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