Montag, 15. September 2014

Frankfurt, Leipzig, Leicester


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Auch wenn es wieder nicht zum ersten Liga-Heimsieg in der Saison gereicht hat und damit die Tabellenspitze geräumt werden musste, überwiegt beim VfL immer noch die Freude über das runderneuerte Team und die sechs Pflichtspielergebnisse.  Zu Recht! „Wer friert uns diesen Moment ein?“ bleibt man geneigt zu rufen, aber vielleicht geht die Serie ja noch ein Stück weiter. Mit dem FSV Frankfurt empfängt uns ja am kommenden Samstag ein Angstgegner, nach vier Niederlagen in Folge gegen die Bornheimer gilt es zu punkten und ich bin davon überzeugt, dass es aufgrund der Stürmerqualität klappen wird, zumal wir auswärts spielen, was uns momentan doch etwas mehr zugutekommt.

Widmen wir uns ein wenig der Drumherum. Während ich immer noch darauf warte, dass die guten Villis-Kontakte die erhofften ein-zwei größeren und finanzstärkeren Partner bringen, hat sich Peter Neururer einmal mehr laut und deutlich geäußert. Zu Lukas Klostermann samt seinem Berater und zu RB Leipzig. Beide Aussagen waren richtig. Lukas hat zu früh alles auf die Karte „Kohle“ gesetzt. In Bochum hätte er die Chance gehabt sich zu entwickeln und zu präsentieren. Wenn er die Qualität zeigt, die ihm unterstellt wird, hätten sich die lukrativen Vereine schon gemeldet und er hätte den nächsten Schritt zur richtigen Zeit machen können. Jetzt spielt er mit der Leipziger U19 gegen Kiel, Erfurt und Meppen gegen den Abstieg. Wenn er denn spielt… 


Mit seiner Bewertung, dass RB Leipzig zum Kotzen ist, liegt unser Trainer auf gleicher Wellenlänge mit den Ultras und vielen anderen Fußballfans. Der Aufruf der Ultra-Gruppierungen, die Spiele in der sächsischen Messestadt zu boykottieren, wird vereinsübergreifend immer lauter. Die Braunschweiger Fans haben am Wochenende damit begonnen. Mehr als ein symbolischer Akt dürfte es aber auch am 24. Oktober nicht sein, wenn die Bochumer Anhänger zu Hause bleiben (viele dürften freitags die Reise eh nicht antreten) oder sich ein Alternativprogramm  auferlegen (z.B. Rot-Weiss Erfurt in Bielefeld unterstützen?). Aber auch symbolische Aktionen haben ihren Wert und Nutzen. Von daher ist diese Aktion sehr anerkennenswert und findet meine Unterstützung.

Wo wir gerade bei anderen Vereinen sind. Sicherlich auch wegen aktuell mangelnder Trainerdiskussionen im Netz wird das Thema Fan-Freundschaft beim VfL leidenschaftlich diskutiert. Neben dem ewigen Bündnis mit den Bayern-Fans, das ja tatsächlich von relativen vielen Anhängern noch gelebt oder zumindest getragen wird, kursieren derzeit neue Freundschaftsgedanken durch die sozialen Medien. Während sich in Deutschland wenig anbietet und Freundschaften eher punktuell von einzelnen Gruppen gepflegt werden , liest man einige spannende Namen. Dem allgemeinen Trend auf der Insel folgend, sich dort alternative Teams in Deutschland zu suchen, wo die Eintrittspreise noch erschwinglich und die Stimmung noch ursprünglicher ist, sollen sogar Anhänger des FC Arsenal den Weg nach Bochum gefunden haben. Keine Ahnung, ob diese wirklich mal in der Ostkurve oder in der Ritterburg  gesichtet wurden. Leicester City steht gerade ganz hoch im Kurs, da gibt es wohl einige sehr engagierte Anhänger, Sheffield Wednesday wird aufgrund der Städtepartnerschaft öfter Mal genannt und Newcastle United erfährt gelegentliche Besuche aus Bochum. Ich finde das alles sehr spannend. Schön wäre es, wenn wir einen dieser Clubs mal zu einem Spiel in Bochum oder auf der Insel treffen könnten um zu schauen, ob sich das wirklich was entwickeln kann und die Fans miteinander feiern können. Vielleicht kann das den Verantwortlichen mal ins Aufgabenheft für die kommende Saison geschrieben werden.

Und zu guter Letzt freut es mich, dass ein echter VfL-Fan das Buch „111 Gründe den VfL Bochum zu lieben“ geschrieben hat. Auch wenn es in dieser Reihe Bücher von vielen Clubs, incl. Paderborn, Wolfsburg, Bielefeld, Rostock und Jena gibt (und ich habe sogar das über Leverkusen schon gelesen), dürfte es uns gefallen und aus der Seele sprechen. Vielen Dank dem Autor.

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