Dienstag, 7. April 2015

Matador Gertjan, pack den Stier an den Hörnern!


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Nur die Schlagzeilenpresse wollte aus dem Spiel in Darmstadt nochmal einen Angriff auf die Aufstiegsplätze machen. Das es rechnerisch und sportlich nicht reicht hat die Mannschaft, trotz starker Unterstützung ihrer Anhänger, aber auch dem letzten Optimisten gezeigt.  Nun dürfen wir auf ein Saisonfinale freuen, wo es für uns um nichts (außer der Weiterentwicklung und möglichst viel Freude), für unsere Gegner aber um alles geht. Während wir in München, Aalen und St. Pauli die Gastgeber weit in Richtung 3. Liga schießen können haben wir zu Hause die tatsächlichen (Lautern, Ingolstadt) und den vermuteten Aufsteiger Leipzig zu Gast bevor am 34. Spieltag mit dem SV Sandhausen das bis dahin wahrscheinlich gerettete Überraschungsteam die Saison für uns beschließt.

Auch wenn es mit Blick auf die kommende Saison gar nicht so schlecht wäre, wenn Leipzig und Lautern statt Ingolstadt und Darmstadt aufsteigen, hoffen wir doch noch auf eindrucksvolle Auftritte der Verbeek-Jungs, die sich weiter zu einer starken Mannschaft entwickeln, mit der wir in die nächste Saison starten können. 

Mit RB Leipzig kommt nun der "moderne Fußball" an die Castroper und die organisierten Bochumer Fans dürften dem Team von Lukas Klostermann einen unfreundlichen Empfang bereiten. Sie setzen damit die Protestaktionen vieler anderen Fans fort, die u.a. die Spiele in der sächsischen Messestadt boykottieren und in ihren Heimspielen ihre Ablehnung gegen die scheinbar grenzenlose Kommerzialisierung und den Seelenraub am Fußball zum Ausdruck bringen. Manche Aktionen waren eindrucksvoll und kreativ andere jedoch dumm und jenseits der Grenze der Legalität.

Bei Union Berlin kleideten sich 20.000 Zuschauer in schwarze Regenponchos, schwiegen 15 Minuten und konnten schließlich ein 2:1 bejubeln. In Düsseldorf gab es ähnliches, wenn auch weniger eindrucksvoll (2:2), in Darmstadt (1:0) wurden tausende Rote Karten gezeigt und in München zahlreiche mehr oder weniger originelle Spruchbänder gezeigt (0:3).

Gewaltandrohungen gegen Leipziger-Zuschauer, wie zuletzt in Karlsruhe, sind allerdings in keiner Weise zu tolerieren sondern stellen die eigenen Legitimation in Frage. Denn zum traditionellen Fußball gehören kein Hass und keine Gewalt gegen Personen. Auch die Nazi-Vergleiche (Aue), Öl und Fett im Gästeblock (Darmstadt) oder Flaschenwürfe und Böller gegen Ordner schaden dem Protest mehr als dass sie nützen.

Die Mehrzahl der Bochumer Zuschauer wird am Sonntag einen friedlichen Protest, den es hoffentlich geben wird, unterstützen. Hoffentlich versucht nicht wieder eine kleine Minderheit sich auf Kosten der Sache in den Vordergrund zu böllern. Dass sie sich nicht scheuen, den VfL zu schädigen und die anderen Anhänger in Misskredit zu bringen, haben sie allerdings immer wieder (und zuletzt in Wattenscheid) unter Beweis gestellt. Die Einladung der VfL an alle Flüchtlinge in Bochum und ihre ehrenamtlichen Helfer zum Heimspiel gegen RB Leipzig und die Aktion 2 Karten zum Preis für 1 sollte für eine gute Kulisse sorgen, die eine positive nachhaltige Wirkung haben könnte.

Matador Gertjan, pack den Stier an den Hörnern!  

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