Dienstag, 19. Mai 2015

Partnerwahl nicht leicht gemacht...



Es war ein besonderes Highlight für mich, denn (aus verschiedensten Gründen, angefangen von Urlaub über Fußbruch und dienstliche Termine), war das letzte Auswärtsspiel des VfL in dieser Saison auch mein einziges. So wenig war noch nie. Trotz gutem Start letztendlich auch auf dem Platz. Wenn das gesamte lange Wochenende in Hamburg nicht so schön und das Saisonfinale für den VfL nicht schon entschieden gewesen wäre, der Ärger hätte länger als bis zum Maschener Kreuz angehalten...

Dass Stani Sestak die Gelegenheit nutzt, den Verein zu wechseln und über Spielpraxis bei einem anderen Verein noch versucht eine Chance auf die Nationalmannschaft zu bekommen ist nachvollziehbar. Die Trennung ist in Ordnung, trotz seiner Tore und Vorlagen. Das muss jetzt Gregoritsch übernehmen, dessen Potential Verbeek hoffentlich heraus zu entwickeln vermag.

Der Umbruch nimmt nun immer größere Ausmaße an. Die Hoffnung ist dass die geschaffenen kleineren finanziellen Spielräume auch für die richtigen Ergänzungen genutzt werden können. Eisfeld und Weiss zu halten wäre wichtig. Dazu noch etwas Glück bei den Neuzugängen und den Nachwuchsspielern. Jedes Jahr die gleiche Hoffnung...

 Überhaupt stellte sich am Wochenende ja die schwierige Frage, wer eigentlich auf- und absteigen soll. Bei der Bundesliga-Konferenz im Herzblut auf der Reeperbahn gingen einem die Blitztabellen durch den Kopf. Sportliche Erwägungen und Sympathien lagen dabei meist nicht überein. Aus der Bundesliga kommend wären wohl Paderborn und Freiburg die zwei Teams, die in der zweiten Liga sportlich nicht gleich unerreichbar wären. Das darf man von Hamburg, Stuttgart und Hannover anders erwarten, die würden mit einem gewaltigen Etat das Duell mit RB Leipzig aufnehmen. Aber den Freiburgern gönnt jeder den Klassenerhalt mehr als den Stuttgartern und dem HSV wünscht man schon lange den verdienten Abstieg. 

In der zweiten Liga könnte der VfL dem SV Darmstadt und dem Karlsruher SC in der kommenden Saison eher auf Augenhöhe begegnen als Kaiserslautern. Aber den Lilien gönnt man den Durchmarsch und das eine Jahr in der Elite-Liga einfach genauso, wie zuletzt Fürth, Braunschweig und Paderborn. Das sind doch die Geschichten, die auch über den VfL mal wieder geschrieben werden dürfen. 

In Sachen Abstieg wären Aalen, Sandhausen, Aue und der FSV Frankfurt zweifellos Mannschaften, die nächstes Jahr auch gegen den Abstieg spielen und hoffentlich hinter dem VfL einlaufen würden. 1860 und St. Pauli hingegen haben deutlich mehr Potential als der VfL und sind eher vor als hinter uns zu erwarten. Aber weder der Kiez in Aalen noch das Oktoberfest in Sandhausen und der Sonderzug nach Aue locken wirklich zu einem Ausflug. Und mit den Bayern-Freunden in der Allianz-Arena die Löwen bändigen ist genau so schön wie der Fischmarkt am Morgen nach dem Sieg am fertiggestellten Millentor.

Die beiden Aufsteiger aus Liga 3, und hier dürften wir uns alle einig sein, sind Volltreffer. Vier emotionsvolle und gut besuchte Traditionsspiele. (Noch) nicht Kiel, nicht Degerloch, nicht Chemnitz, Dresden, Halle, Cottbus...  

So könnten wir nächste Saison mit dem HSV, Stuttgart bzw. Hannover, Leipzig, Kaiserslautern, Braunschweig, St. Pauli, 1860, Düsseldorf, Union Berlin, Nürnberg, Bielefeld, Duisburg eine der lukrativsten aber auch stärksten Konstellation der der letzten Jahre haben. Wär doch was. Aber erstmal einen würdigen Abgang am Sonntag und dann wieder die Tage zählen... bis der gleiche "Mist" wieder von vorne losgeht....

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